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    WikiLeaks enthüllt die größte Angst der Saudis: Militärkonflikt mit Russland

    © Sputnik / Alexei Druzhinin
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    Eine von der Enthüllungsplattform WikiLeaks frisch übersetzte und veröffentlichte Depesche der saudischen Botschaft belegt, dass Saudi-Arabien schon seit 2011 eine Militärintervention in Syrien geplant und sich vor einem Konflikt mit den russischen Streitkräften gefürchtet hatte, berichtet Global Research.

    Das WikiLeaks-Dokument über Saudi-Arabien wurde bereits im vergangenen Sommer veröffentlicht, wobei einige Texte allerdings bis dato nicht übersetzt waren. Nun hat die Enthüllungsplattform die Übersetzungen im vollen Umfang veröffentlicht.

    Laut diesen abgefangenen Depeschen habe man in Riad am meisten die Einmischung Russlands in ihre geplante Militärintervention in Syrien befürchtet. Dabei sei diese Angst so stark gewesen, so Global Research, dass die Saudis jegliche Kritik gegen Russland verboten und ihre Medien angewiesen hätten, „russischen Spitzenpolitikern nicht zu widersprechen und zu vermeiden, sie zu beleidigen“ (Zitat aus der Depesche). Denn nach Meinung von Riad sei der Sturz von Assad nur möglich gewesen, solange Russland kein Interesse zum Konflikt im Nahen Osten zeigte und am Rande dieser Geschehnisse blieb.

    Die Depeschen werden auf das Jahr 2011-2012 datiert.

    „Es muss die Tatsache betont werden, dass, sollte das syrische Regime auf irgendeine Art und Weise seine gegenwärtige Krise überstehen, seine Hauptaufgabe die Rache gegen die Länder sein wird, die gegen es vorgegangen sind: vor allem das saudische Königreich und einige Golfländer.(…) Deshalb müssen alle erdenklichen Wege genutzt werden, um das gegenwärtige Regime in Syrien zu stürzen“, zitiert das Portal aus den Dokumenten.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

    Die mächtigsten davon sind Daesh („Islamischer Staat“, IS) und die al-Nusra-Front, die in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Die russische Luftwaffe fliegt seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrorgruppen.

     

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    Tags:
    Militäreinsatz, WikiLeaks, Syrien, Saudi-Arabien, Russland