12:54 20 November 2019
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    Waffenstillstand in Syrien

    Reporterin dankt russischem Militär: Latakia hätte viel schlimmer enden können

    © AFP 2019 / Georges Ourfalian
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    Der Beschuss russischer und ausländischer Journalisten im Norden Syriens hat nur dank dem gut organisierten Vorgehen der Offiziere der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte keine Opfer gefordert, wie die Augenzeugin und Reporterin der italienischen Agentur Askanews, Christine Giuliano, äußerte.

    Am Dienstag war die Gruppe mit 33 Journalisten im Norden der syrischen Provinz Latakia unter Artilleriebeschuss geraten. Wie ein Offizier der syrischen Regierungsarmee mitteilte, erfolgte der Beschuss durch die Terrorgruppierung al-Nusra-Front, für die die vereinbarte Feuerpause nicht gilt. 

    Bei dem Vorfall kam niemand ums Leben. Vier Reporter aus Russland, China, Kanada und Bulgarien wurden verletzt, konnten jedoch sofort medizinisch behandelt und in Begleitung von russischen Militärangehörigen in Syrien in die Stadt Latakia zurückkehren. 

    „Es ist klar, dass das Geschehene nicht nur für mich, sondern auch für die anderen Journalisten völlig unerwartet war. Offen gesagt, war ich überrascht, wie schnell die Militärs reagiert haben. Natürlich sind nicht alle ohne Verletzung davon gekommen. Aber alles hätte noch viel schlimmer sein können“, sagte Giuliano.  

    Die mehrheitliche leichten Verletzungen hätten die Journalisten, so Giuliano, vor allem infolge der durch den Beschuss ausgelösten Panik sowie der wegen der Hitze gewählten leichten Kleidung erlitten. Den Angriff der Terroristen verbindet die italienische Journalistin mit dem Erfolg des Versöhnungsprozesses in Syrien, der gestartet wurde und dank der Rolle Russlands schon reale Ergebnisse bringt.

    „Als wir in der Nacht zum Mittwoch (in Latakia- Anm. d. R.) gelandet sind, war sofort klar, dass sich die Situation geändert hat. Auf dem Flugplatz war kein Flugzeug- Lärm zu hören. Russland hat Erfolge erzielen können: Die Feuerpause wirkt. Nicht alle sind damit zufrieden, auch Terroristen“, betonte Giuliano.      

    In Syrien sind in den vergangenen 24 Stunden 15 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert worden. Die meisten Verstöße hat es laut dem russischen Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Damaskus, in den Provinzen Aleppo, Homs und Latakia gegeben.

    Die Vereinbarung über die Waffenruhe in Syrien war am 22. Februar bei Konsultationen zwischen Russland und den USA erzielt worden. Demnach gilt seit dem 27. Februar, 00.00 Uhr Ortszeit, in Syrien eine Feuerpause zwischen den Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Von der Feuerpause sind die Terrornetzwerke Daesh, die al-Nusra-Front und andere von der Uno als Terrororganisationen eingestufte Gruppierungen ausgenommen.

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    Tags:
    Beschuss, Waffenruhe, Terrormiliz Daesh, Dschabhat al-Nusra, Askanews, Christine Giuliano, USA, Bulgarien, Kanada, China, Russland, Syrien