00:24 12 Juli 2020
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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Es sind bereits 40 Vereinbarungen über die Feuerpause in Syrien unterzeichnet worden, heißt es auf der Seite des russischen Verteidigungsministeriums.

    „In den letzten 24 Stunden wurden Vereinbarungen mit vier Kommandeuren der Einheiten der moderaten Opposition, die Kafar, Shams und Ghabāghib (Provinz Daraa) unter Kontrolle halten, unterzeichnet. Dabei hat die Gesamtzahl der Vereinbarungen 40 erreicht“, heißt es in der Mitteilung.

    „In den letzten 24 Stunden wurden 21 Fälle von Beschuss von Ortschaften durch Kämpfer festgestellt. Am meisten wurden dabei die Provinzen Daraa, Damaskus, Aleppo und Hama beschossen“, heißt es in einer Mitteilung des russischen Zentrums für Versöhnung, die auf der Seite des Außenministeriums veröffentlicht wurde. Mittags sei zudem die Stadt Kinsibba in der Provinz Latakia mit großkalibriger Artillerie aus dem Dorf Bdama aus Richtung der syrisch-türkischen Grenze beschossen worden.

    Dem Chef des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Generalleutnant Sergej Kuralenko, zufolge wird „insgesamt die Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und der Oppositionskräften in Syrien eingehalten“.

    Der Generalleutnant teilte zudem mit, dass Spezialisten des russischen Zentrums in den letzten 24 Stunden in Ortschaften der Provinz Latakia sechs Tonnen Hilfsgüter zugestellt haben. „Die Einwohner bekamen Lebensmittel und Trinkwasser in Flaschen“, so Kuralenko.

    Im Zentrum gehen Kuralenko zufolge jedoch weiterhin Mitteilungen über Artilleriebeschuss von türkischem Territorium aus ein.

    „Wir betrachten diese Handlungen der Türkei als eindeutig provokativ. Sie richten sich auf die Störung der Waffenruhe und des Prozesses der Versöhnung in Syrien“, so der Generalleutnant abschließend.

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    Tags:
    Beschuss, Waffenruhe, Verteidigungsministerium Russlands, Sergej Kuralenko, Türkei, Syrien