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    Militäreinsatz gegen Kurden: Ausgangsperre im Südosten der Türkei verhängt

    © AFP 2019 / Mustafa Ozer
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    Die Behörden der türkischen Provinzen Hakkari und Mardin im Südosten der Türkei haben am Sonntag in den zwei Kreisen Yuksekowa und Nusaybin eine unbefristete Ausgangsperre angeordnet.

    Am Freitag kündigte der türkische Innenminister Efkan Ala einen baldigen Beginn eines sogenannten Anti-Terror-Einsatzes gegen Mitglieder der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in den drei Kreisen Yuksekowa, Sirnak und Nusaybin der Provinz Mardin an. Laut der Zeitung Hurriyet wurden letzte Woche etwa 80 Panzer nach Yuksekowa verlegt.

    Das Ausgangsverbot gelte in Yuksekowa ab 22.00 Uhr Ortszeit, am 13. März, in Nusaybin ab Mitternacht.  

    Im Dezember 2015 bereits hatten die türkischen Behörden in mehreren von Kurden bewohnten Regionen im Südosten des Landes, wo die Straßenkämpfe zwischen Soldaten und Kurdenkämpfern andauern, eine Ausgangssperre angeordnet. Zu diesen Gebieten gehören der Stadtbezirk Sur in Diyarbakir, die Städte Cizre und Silopi in der Provinz Sirnak sowie die Städte Nusaybin und Dargecit in der Provinz Mardin. 

    Nach Angaben des türkischen Generalstabs sind seit Mitte Dezember bei Militäreinsätzen mehr als 1.000 Kurdenkämpfer getötet worden. Laut kurdischen Aktivisten handelt es sich bei den Toten hauptsächlich um Passanten und Zivilisten.

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    Tags:
    Ausgangssperre, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Efkan Ala, Türkei