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06:05 24 Oktober 2019
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    Schützenpanzer T-14 Armata

    Was europäische Panzer brauchen, um den russischen T-14 zu bekämpfen

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    Militär
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    Um einen Panzer zu entwickeln, der gegen den russischen T-14 Armata effizient wäre, müssen die europäischen Konstrukteure viele technische Probleme lösen. Insbesondere geht es um stärkere Waffen, erläutern russische Experten.

    Im Hinblick auf den geplanten deutsch-französischen Panzer MGCS kommentiert der russische TV-Sender Swesda am Montag in seiner Onlineausgabe: „Dieser Panzer, den manche Experten als Leopard-3 bezeichnen, wird nicht bloß als ein weiteres High-Tech-Produkt positioniert, sondern auch als ein Versuchsgelände für Forschungen in mehreren Bereichen zugleich.“ 

    „Um den russischen T-14 zu bekämpfen, werden die europäischen Hersteller nicht nur an Elektronik und Mechanik ihres Kampffahrzeugs tüfteln müssen, sondern auch an neuen Waffen, um den Bedingungen einer modernen Panzerschlacht gerecht zu werden. Die abstandsaktiven Schutzmaßnahmen des T-14 bereiten den ausländischen Militärs am meisten Kummer. Westlichen Militärexperten zufolge wird die Effizienz von Panzerabwehrraketen und Panzerbüchsen drastisch schrumpfen, sobald Russland seinen T-14 in Dienst stellt“, so der Kommentar.

    Der russische Militärexperte Alexej Chlopotow sagte dem Sender: „Erstens müssen ausländische Fachleute daran denken, ihre Panzer auf dem Kampffeld sicher zu schützen. Zweitens müssen sie entscheiden, wie man den Armata bekämpfen soll, ohne auf einen direkten Kampf mit ihm einzugehen. Um dieses Problem zu lösen, wird man einen ‚langen Arm‘ brauchen.“

    Die modernste 130-mm-Kanone, die eine maßgeblich wichtige Komponente des neuen europäischen Kampffahrzeugs ausmachen soll, setzt ebenfalls intensive Forschungsarbeiten voraus, so der Sender weiter. 

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    Der russische Werkstofftechniker Igor Potapow erläuterte: „Die Durchschlagskraft dieser Kanone könnte sich im Vergleich zu jenem 120-mm-Geschütz, das bei europäischen Panzern bereits eingesetzt wird, als deutlich höher erweisen. Zusammen mit der neuen Kanone wird man allerdings auch eine völlig andere Metallurgie erschließen müssen, aber auch völlig neue Typen von Projektilen, die nicht in einem Schwung zu entwickeln sind.“

    Die Entwicklung einer stärkeren Kanone für ihre Panzer hatten die Nato-Länder zuvor schon in Erwägung gezogen. Es gibt Programme, wonach frühere Leopard-Versionen ein 130- oder sogar ein 140-mm-Geschütz bekommen könnten. Aus verschiedenen Gründen stehen diese Projekte vorerst allerdings auf dem Papier.

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    Der für Rüstungsprojekte zuständige russische Vizepremier Dmitri Rogosin hatte im Mai 2015 betont: „Die Franzosen und die Deutschen sagen, dass sie bis 2030 einen mit dem Armata vergleichbaren Panzer bauen werden. Erst in 15 Jahren also. Seit dem T-34 war der russische Panzerbau immer einen Schritt voraus.“ 

    Der Sender kommentierte nun weiter: „Zwar darf man die europäischen Entwickler auf keinen Fall unterschätzen – Deutschland zählt ja zu den Spitzenreitern in Sachen Panzerbau. Doch 15 Jahre wären eine zu lange Frist. Russische Militäringenieure und Konstruktionsbüros werden in dieser Zeit zweifelsohne nicht die Hände in den Schoß legen.“

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    Tags:
    T-34-Panzer, Leopard 3, T-14-Panzer, Dmitri Rogosin, Igor Potapow, Alexej Chlopotow, Russland