23:29 03 April 2020
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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Im Kampf gegen den Daesh (auch Islamischer Staat, IS) hat Russland nicht nur Kampfjets nach Syrien geschickt, sondern auch jede Menge Militärberater, die sowohl Regierungstruppen als auch patriotische Milizen ausgebildet und mehrere erfolgreiche Offensiven gegen die Terroristen ermöglicht haben.

    Russland habe bei den syrischen Streitkräften innerhalb einer kurzen Zeit ein System von Militärberatern mit eigenem Verwaltungsapparat erschaffen, teilte General Alexander Dwornikow, Befehlshaber der russischen Truppen in Syrien, in einem Interview für „Rossijskaja gaseta“ mit. „Sie bildeten sowohl Regierungstruppen als auch kurdische und andere patriotische Verbände aus und haben ihre Aufgabe erfolgreich erfüllt.“

    Dank den Militärberatern habe die syrische Armee die Infrastruktur und Versorgungswege der Terroristen zerstören, die Initiative ergreifen und „gleichzeitig in 15 Richtungen“ zur Offensive übergehen können. Dadurch seien die Terroristen gezwungen worden, auf große Angriffe zu verzichten und sich in kleinere Splittergruppen aufzuteilen.

    „Der Erfolg der militärischen Operation gegen die Terroristen fußt auf dem koordinierten Vorgehen der russischen Luftwaffe, der syrischen Regierungstruppen und der patriotischen Verbände“, sagte der General. Um die Schlagkraft der syrischen Armee zu erhöhen, habe Russland zudem moderne Artilleriesysteme sowie Kommunikations- und Aufklärungsmittel geliefert.

    Die russische Luftwaffe hatte seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrororganisationen Daesh, al-Nusra-Front und anderer in Syrien geflogen. Diese Terrorgruppen hatten in den vergangenen Jahren weite Teile des vorderasiatischen Landes erobert. Mit Hilfe der russischen Luftwaffe konnte die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten aus vielen Orten vertreiben.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuften Gruppen aus.

    In der vergangenen Woche ordnete Russlands Staatschef Wladimir Putin überraschend an, den Großteil der russischen Streitkräfte aus Syrien abzuziehen. „Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt wurde, ist im Großen und Ganzen erfüllt“, begründete der Kremlchef die Entscheidung. Er hoffe, der Beschluss sei für alle Seiten ein Signal und dass dadurch „das Vertrauensniveau bei allen Beteiligten des Friedensprozesses erheblich steigen“ werde.

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    Terrormiliz Daesh, Syrien, Russland