16:31 22 November 2019
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    Russischer Kampfjet Su-34 auf Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, Latakia, Syrien

    Nach Syrien-Einsatz: Nachfrage nach russischen Waffen stark gestiegen

    © Foto : Russian Defence Ministry
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    Nach der erfolgreichen Operation der russischen Fliegerkräfte in Syrien ist das Interesse an russischen Waffen weltweit stark gestiegen. So winken Russland zusätzlich Exportaufträge im Wert von sechs bis sieben Milliarden US-Dollar. Sein Militäreinsatz in Syrien kostete etwa 440 Millionen Dollar.

    Laut „Kommersant“-Angaben besteht ein großes Interesse an Waffen und Technik, die in Syrien eingesetzt wurden.
    Die russische Luftwaffe hatte zunächst vor allem die bewährte Technik wie die modernisierten Bomber des Typs Su-24M und Erdkampfflugzeuge Su-25SM eingesetzt, später kamen Bomber Su-34 sowie Kampfjets Su-30SM und  Su-25S hinzu.
    Nach Syrien wurden auch verschiedene Typen von Hubschraubern verlegt. Der Flugplatz wurde von Flugabwehrkomplexen Panzyr-S1 sowie Flugabwehrsystemen Buk-M2 und S-400 Triumph gesichert.

    Ziele wurden unter anderem mit KAB-500S-Bomben sowie Marschflugkörpern Ch-101 und Ch-555 angegriffen. Letztere waren zur Bekämpfung von gegnerischen Flugabwehrsystemen bestimmt. Die Angriffe mit Raketen Kaliber-NK aus dem Mittelmeer und dem Kaspischen Meer demonstrierten ebenfalls die neuen Möglichkeiten der russischen Waffen.

    Nach offiziellen Angaben kostete der sechs Monate dauernden Syrien-Einsatz etwa 440 Millionen US-Dollar. Dabei wird betont, dass dieses Geld im Haushalt des Verteidigungsministeriums für Übungen und Kampfausbildung vorhanden war.

    Allerdings scheinen diese Ausgaben nicht zu hoch zu sein angesichts der zu erwartenden Dividende. Der Marketing-Effekt des Syrien-Einsatzes könnte Russland Verträge im Wert von sechs bis sieben Milliarden US-Dollar bringen.

    Im Dezember bestellte Algerien zwölf Su-32-Bomber (Exportversion von Su-34). Nach vorläufigen Angaben beläuft sich der Vertrag auf 500 bis 600 Millionen US-Dollar. Zudem soll es eine Option für den Kauf von weiteren sechs bis zwölf Maschinen geben.

    Am Su-35S-Jet sind Indonesien und Vietnam (potentielle Verträge werden auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt) sowie Pakistan (500 Millionen US-Dollar) interessiert. Zudem sorgt der Hubschrauber Ka-52-Alligator im Ausland für Interesse: Mit Ägypten wurde bereits ein Vertrag über 46 Maschinen geschlossen, die ab 2017 geliefert werden sollen.

    Der Einsatz von S-400-Systemen in Syrien rief Interesse in Saudi-Arabien und in Indien hervor. In jedem einzelnen Fall kann es sich um den Kauf von vier bis sechs Divisionen der S-400-Systeme im Wert von zwei bis drei Milliarden US-Dollar je nach Anzahl der Startanlagen handeln.

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    Tags:
    Syrien, Russland