20:38 14 November 2019
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    Syrien-Einsatz führt russische Luftwaffe zu Vervollkommnung – US-Magazin

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    Russland wird die beim Syrien-Einsatz gewonnene Erfahrung zu nutzen wissen, um seine Luftwaffe weiter zu modernisieren, wie der Militärexperte von The National Interest, Dave Majumdar, meint.

    Der Syrien-Einsatz habe Moskau zweifellos auch geholfen, um politische Ziele zu erreichen. Gleichzeitig könne er auch als operativer Test der neuesten Kampfflugzeuge betrachtet werden.

    Beim Einsatz hat sich dem amerikanischen Militär-Portal zufolge herausgestellt, dass die Kampfflugzeuge Su-34, Su-35S und möglicherweise auch Su-30SM eine Korrektur „kaum kritischer“ Mängel benötigten, welche früher wegen der geringen Kampferfahrung der Maschinen unbemerkt geblieben seien, schreibt der Experte unter Berufung auf russische Quellen.

    Zugleich erkennt er an, dass die russischen Jets trotz jener kleinen Mängel beeindruckende Resultate gezeigt hätten. Der Experte verweist besonders auf den Jagdbomber Su-34, der hochpräzise Bombenschläge ermöglicht. 

    Wie auch Majumdar anmerkt, offenbaren sich Unzulänglichkeiten an Kampfflugzeugen oft erst bei realen Kampfeinsätzen. Selbst jahrelang bewährte Flugzeuge zeigen unter echten Kriegsbedingungen scheinbar neue Mängel.

    Mehr zum Thema: Wie Russland seine Freifallbomben in Syrien präziser macht

    Man könne sicher davon ausgehen, so The National Interest, dass Russland die Lehren aus dem Syrien-Einsatzes beherzigen werde. Letztendlich mache dies die russischen Luftstreitkräfte nur noch furchtgebietender, sobald sie ihre Technologien infolge der gewonnenen Erfahrung vervollkommnet haben, schlussfolgert Dave Majumdar.

    Auf Bitte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hin führte Russland seit dem 30. September 2015 präzise Luftschläge gegen Stellungen der Terrorgruppierung Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) in Syrien. Zu den russischen Kampffliegerkräften gehörten Erdkampfflugzeuge Su-25, Frontbomber Su-24M sowie Jagdbomber Su-34, die von Jagdflugzeugen Su-30SM gedeckt wurden. Auch russische Fernfliegerkräfte kamen zum Einsatz.

    Seit dem 15. März hat das Verteidigungsministerium auf Befehl  Wladimir Putins einen Großteil seiner Kampffliegerkräfte abgezogen, da sie die ihr gestellten Aufgaben im Großen und Ganzen erfüllt haben.

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    Su-30SM, Su-35S, Su-34, Terrormiliz Daesh, Syrien, Russland