11:37 06 Dezember 2019
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    Fregatte des Projekts 11356 auf der Werft

    Russische Fregatten für Indien: „Um Interessen auf See zu sichern“

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    Moskau und Neu-Delhi verhandeln über ein neues Kooperationsprojekt im Bereich der Kriegsflotte. Es geht um den Bau russischer Fregatten des Projekts 11356 in Indien. Ein Marineexperte klärt über die Vorteile dieser Kampfschiffe auf.

    Der russische Militärexperte Konstantin Siwkow sagte dem TV-Sender Swesda: „Indien wird zu einem regionalen Machtzentrum und muss natürlich eine entsprechende Flotte haben, um seine Interessen in Ozeanen und Meeren zu sichern.“

    Sergej Goreslawski, Vizechef des russischen Waffenexporteurs Rosoboronexport, hatte kürzlich mitgeteilt, Russland verhandle mit Indien über eine zusätzliche Lieferung von Fregatten des Projekts 11356 sowie über einen lizenzierten Bau solcher Schiffe in Indien. Wladimir Drozhow, Vizechef der russischen Behörde für militärtechnische Kooperation, bestätigte in der laufenden Woche: „Russland ist bereit, eine Zusammenarbeit in Bezug auf den Bau von Fregatten des Projekts 11356 in Indien zu organisieren.“ Derzeit verfügt Indien bereits über sechs Fregatten des Typs Talwar, bei denen es sich um Vorläufer des Projekts 11356 handelt.

    Siwkow klärte über die Vorteile des neuen Projekts auf: „Dieses Kriegsschiff hat eine starke Flugabwehr sowie starke Waffen, die während der Syriens-Operation zum Einsatz kamen (Kalibr-Raketen) und sowohl gegen Schiffe als auch gegen bodengestützte Kräfte einsetzbar sind.“

    Auch im Sinne einer U-Boot-Jagd wären Schiffe des Projekts 11356 laut Siwkow wirksam: „Sie haben einen hydroakustischen Komplex und eine effiziente Antenne. Im Hinblick auf diese Infraschall-Komponente können sie U-Boote in einer sehr großen Entfernung aufspüren.“

    Um gegnerische U-Boote unmittelbar zu bekämpfen, hat die Fregatte verschiedene Waffen. An Bord gibt es Torpedos, Marschflugkörper und einen Hubschrauber, der sowohl Ziele zuweisen als auch selbst U-Boote angreifen kann. Überwasserschiffe können ebenfalls zerstört werden.

    Der Experte lobte auch jene Waffen, die gegen Luftziele eingesetzt werden können: „Dazu zählen das System Schtil-1 (24 Raketen) mit großer Reichweite, zwei Kampfmodule des Fla-Komplexes Kaschtan sowie das starke Schiffsgeschütz A-190.“

    Wie Siwkow erläutert, sind die zur Verfügung stehenden Flugabwehrsysteme in der Lage, auch luftgestützte Gruppenziele abzuschießen – bis zu sechs Flugzeuge, wenn sie zeitgleich alle von einer Seite anfliegen. Auch anfliegende Raketen werden abgefangen.

    Die frühere Exportversion, die Indien zur Verfügung steht, wurde im Zeitraum zwischen 2003 und 2013 in St. Petersburg und Kaliningrad gebaut. Auf dieser Basis wurde dann eine verbesserte Version entwickelt. Deren Typschiff „Admiral Grigorowitsch“ steht mittlerweile der russischen Schwarzmeerflotte zur Verfügung.

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    Projekt 11356, Sergej Goreslawski, Russland, Indien