13:54 26 Januar 2020
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    Im Rahmen eines Waffendeals soll der ukrainische Rüstungskonzern Ukrspezexport dem kroatischen Militär statt modernisierter Kampfjets Schrott-Flugzeuge verkauft haben. Nun ermittelt die kroatische Militärpolizei gegen heimische Beamte wegen Korruption.

    Rund 13 Millionen Euro hat das kroatische Militär für zwölf Kampfjet gezahlt. Laut dem 2013 geschlossenen Vertrag sollte die Ukraine fünf Kampfjets des Typs MiG-21 liefern und sieben weitere, die von Jordanien gekauft wurden, umfassend modernisieren. Alle Maschinen lieferte Ukrspezexport im vergangenen Sommer. Fünf von ihnen wurden jedoch als betriebsunfähig ausgemustert, wie ukrainische und kroatische Medien berichten.

    Nach Angaben der kroatischen Ermittler hatte der ukrainische Auftragnehmer bei der Modernisierung der Jets gebrauchte Ersatzteile aus Bulgarien und Algerien eingebaut, ohne dies jedoch in den technischen Begleitpapieren erwähnt zu haben. Die jemenitische Luftwaffe teilte unterdessen mit, dass einige der Maschinen, die die Ukraine nach Kroatien schickte, zuvor im Jemen betrieben worden seien.

    Ukrspezexport weist die Vorwürfe inzwischen als „Informationskrieg“ zurück. Zur Begründung verweist das ukrainische Rüstungsunternehmen darauf, dass die kroatische Seite die Flugzeuge abgenommen habe.

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    MiG-21, Kroatien, Ukraine