13:08 21 Januar 2020
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Nach der Flucht der IS-Kämpfer aus der syrischen Oasenstadt Palmyra ist die Regierungsarmee auf zwei Überraschungen dort gestoßen - eine davon ist lebensgefährlich, wie RT Arabic berichtet.

    Palmyra
    © Sputnik / Mikhail Voskresenskiy
    Die zehn Monate, die Palmyra in den Händen der Terrormiliz Daesh (auch IS, Islamischer Staat) war, mussten alle dort gebliebenen Einwohner streng die Scharia-Gesetze befolgen. RT-Korrespondenten haben nach der Befreiung der Stadt massenweise entsprechende Dokumente gefunden, die die grausame Bestrafung für jede Ungehorsamkeit belegten.

    Gefährliche Funde sind allerdings die Sprengfallen, die überall in der Stadt und auch an den Zufahrtstraßen gelegt worden waren. Das machte die Stadt zu einer tickenden Zeitbombe.

    „In der Stadt waren mindestens 3.000 Bomben und Minen gelegt”, sagte ein Minenräumer gegenüber RT. Der IS habe ein unsichtbares Netz geschaffen, das zum Teil unter der Erde verlegt worden war, womit die ganze Stadt hätte in die Luft gesprengt werden können.

    Nur dank dessen, dass die Regierungskräfte rechtzeitig entsprechende Informationen von den Geheimdiensten erhalten haben, sei die Stadt vor einer Explosion gerettet worden. Um einer ferngesteuerten Sprengung vorzubeugen, hatten Militärs sogar ein Störsignal geschickt.

    Zuvor war gemeldet worden, dass auch die russischen Militärs bei der Minenentschärfung im jüngst befreiten Palmyra helfen, und zwar mit Einsatz von Roboter-Komplexen „Uran-6“ und Schützenpanzerwagen, die mit einer Sperrfunktion für Funkzünder sowie ferngesteuerte Explosivkörper ausgestattet sind.

    Journalisten des russischen Fernsehsenders Rossija sind inzwischen auch auf interessante Funde gestoßen. Auf diesem Bild zeigt der Kameramann Alexander Puschin eine verminte Zufahrt zum historischen Teil von Palmyra. Puschin zufolge haben Daesh-Kämpfer drei Gruben auf der Straße gegraben, in die sie Trinitrotoluol und dazugehörige Drahtleitungen gelegt haben. Anschließend sei alles mit Asphalt übergossen worden, so der Kameramann. „Solche Sprengfallen gibt es überall in der Stadt, an allen Kreuzungen, jede 20-30 Meter“, fügte er hinzu.

     

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    Minenräumen, Bombe, Befreiung, Terrormiliz Daesh, RT, Palmyra, Syrien