20:25 28 März 2020
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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Nachdem die russische Militärführung den Einsatz moderner Kampfhubschrauber Mi-28N in Syrien bestätigt hat, klären Experten über die Vorteile dieser Maschine auf. Der wendige und stark bewaffnete „Nachtjäger“, wie er in Russland heißt, konnte seinen Beitrag zur Erstürmung von Palmyra leisten.

    Der russische TV-Sender Swesda kommentiert in seiner Onlineausgabe, die Mi-28N werde in Syrien unbedingt eine passende Anwendung finden: „Dieser Hubschrauber entspricht völlig sowohl seinem Nato-Codenamen Havoc (dt. Verwüstung) als auch seinem russischen Namen Notschnoj Ochotnik (dt. Nachtjäger). Er verwüstet wortwörtlich Stellungen der Dschihadisten und ist in der Lage, auch nachts zum Einsatz zu kommen.“

    Russlands Ex-Luftwaffenchef Wladimir Michajlow sagte dem Sender: „Die Mi-28 ist eine wunderbare Maschine. Einst arbeitete ich darauf hin, die Industrie-Produktion dieses Hubschraubers in die Wege zu leiten. Ich war mir darüber im Klaren, dass es sich dabei um die Zukunft unserer Hubschrauber handelt. Und ich habe mich nicht geirrt.“ 

    Infografik: Mi-28N alias „Nachtjäger“

    Russischer Hubschrauber Mi-28N zerstört IS-Panzerwagen in Syrien
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
    „Was den Syrien-Einsatz betrifft, wird die Maschine durchaus zupass kommen. Denn sie hat alle nötigen Parameter, um verschiedene Kampfaufgaben zu erfüllen, auch im Hinblick auf die dortigen Klimaverhältnisse, die Berge und die Verstaubung in der Wüste. Der Hubschrauber ist mit seiner Panzerung gut geschützt, er hat starke Kanonen- und Raketenwaffen. Außerdem ist er manöverfähig und wendig. Er ist zu den Kunstflugfiguren wie Looping und Immelmann fähig, denen eigentlich nur Jagdflugzeuge gewachsen zu sein scheinen. Mit einem Wort: Wer ins Fadenkreuz dieses Hubschraubers gerät, ist nicht zu beneiden“, so Michajlow.

    Wie der Sender weiter berichtet, wird die Mi-28N nicht zufällig mit einem fliegenden Panzer verglichen. Der Hubschrauber hat eine 30-mm-Maschinenkanone des Typs 2A42 mit 300 Geschossen. Möglich ist eine Zuladung an vier Außenlaststationen. All dies ermöglicht, sowohl leicht gepanzerte Kampffahrzeuge als auch relativ langsame Luftziele anzugreifen. 

    Video: „Fliegender Panzer“: Russische Helikopter Mi-24 im Syrien-Einsatz

    Die Maschine kann auch Raketen tragen, darunter ungelenkte Luft-Boden-Raketen S-8 und S-13, aber auch Panzerabwehr-Lenkraketen des Typs Sturm-W, Ataka-W und Ataka-WN. Zur Verfügung stehen auch Luft-Luft-Lenkraketen Igla-W.

    Franz Klinzewitsch, Vizechef des Duma-Ausschusses für Verteidigung, kommentierte: „Der Einsatz russischer Hubschrauber in Syrien hat die Konstellation bei der Erstürmung von Palmyra deutlich geändert. Ihre gezielten Angriffe ermöglichten, sowohl den Gegner zu vernichten als auch gegebenenfalls Architekturdenkmäler zu bewahren. Zwar kommen dort auch bewährte Mi-24-Hubschrauber zum Einsatz, die selbst von ausländischen Militärexperten gelobt werden, doch die Mi-28N ist eine modernere und besser ausgerüstete Maschine. Für die Mi-28N war das ihr erster Kampfeinsatz und eine Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu demonstrieren.“

    „Der Hubschrauber scheint bewiesen zu haben, dass er nicht umsonst in Dienst gestellt wurde. Die Mi-28N hat auch seinen Konkurrenten, den US-Hubschrauber Apache, in jeder Hinsicht übertroffen“, meinte Klinzewitsch.

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    Mi-28, Mi-24, Wladimir Michajlow, Syrien, Russland