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    Artillerie der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach im Einsatz, 3. April 2016

    Berg-Karabach-Konflikt: Baku streitet mit Eriwan über Opfer-Fotos aus Donbass

    © REUTERS / Vahram Baghdasaryan
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    Die von der armenischen Verteidigungsbehörde verbreiteten Fotos einer angeblichen massenhaften Vernichtung aserbaidschanischer Einsatzkräfte sollen in der Donbass-Konfliktzone aufgenommen worden sein, wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums Aserbaidschans, Vagif Dargjachly, am Montag erklärte.

    Der armenische Militärsprecher Arzrun Ovannisjan hatte zuvor auf seiner Facebook-Seite ein Bild aserbaidschanischer Spezialeinheiten platziert, die bei Gefechten in Berg-Karabach getötet worden sein sollen.

    „Diese Fotos haben nichts mit aserbaidschanischen Spezialeinheiten zu tun. Sie wurden vor zwei-drei Jahren im umkämpften Gebiet in der Ukraine verbreitet und werden jetzt von Armeniern in soziale Netzwerken gestellt“, so Dargjachly.

    Armenien und Aserbaidschan hatten am 2. April eine Eskalation des Berg-Karabach-Konflikts gemeldet: Aserbaidschans Verteidigungsbehörde sprach von Beschuss von Seiten der armenischen Streitkräfte, wogegen die armenische Militärbehörde von „Angriffshandlungen“ der aserbaidschanischen Seite sprach. Laut einem Bericht der UN-Verwaltung für Koordinierung humanitärer Fragen sollen infolge der Zuspitzung des Konflikts in Berg-Karabach 33 Personen getötet und mehr als 200 verletzt worden sein.

    Nachdem sich Berg-Karabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg mit etwa 30.000 Toten und einer Million Flüchtlingen. Aserbaidschan verlor dabei die Kontrolle über Berg-Karabach und sieben anliegende Regionen. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan, obwohl sich die USA, Russland und Frankreich seit 1992 um die Beilegung des Streites bemühen.

    Seit 1992 wird im Rahmen der Minsker OSZE-Kontaktgruppe über eine friedliche Regelung des Konflikts verhandelt. Aserbaidschan besteht auf die Erhaltung seiner territorialen Integrität, Armenien verteidigt die Interessen der nicht anerkannten Republik, weil die Republik Berg-Karabach keine eigene Verhandlungspartei darstellt.

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    Arzrun Ovannisjan, Berg-Karabach, Aserbaidschan, Armenien