10:48 21 September 2017
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    Nahost-Waffenbasar Facebook: Terroristen kaufen sich ihr Arsenal online

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    Aus einem Bericht der Beobachtungsstelle Armament Research Services geht hervor, dass in geheimen lybischen Facebook-Gruppen, die mehr als 14.000 Mitglieder zählen, Waffenhandel getrieben wird.

    In ihrer Studie hat Armament Research Services  mehr als 1000 Angebote in geschlossenen lybischen Facebook-Gruppen untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass seit 2014 in diesen Gruppen mindestens 97 Versuche unternommen worden waren, schwere Waffen, darunter auch Raketen,  schwerer Maschinengewehre und Granatwerfer, online zu verkaufen. Es sei jedoch zu befürchten, dass dies nur die Spitze des Eisberges ist und viel mehr Waffen online kursieren.

    Nach Angaben der Beobachter werden solche Online-Deals vor allem auf den vom IS kontrollierten Gebieten abgewickelt.

    So sei nach Operationen der US-Streitkräfte im Irak eine große Zahl von Glock-Pistolen, M4-Karabinern, M16-Gewehren und anderen Waffen der U.S. Army im Internet zum Verkauf angeboten worden.

    In einer Facebook-Gruppe sei sogar die US-amerikanische Panzerabwehrlenkwaffe TOW angeboten worden. In syrischen Gruppen seien es vor allem aber Kalaschnikows, in Libyen – Pistolen.

    Die österreichische Zeitung „Der Standard“ veröffentlichte dazu eine Infographik für Kurzwaffen, die sich auf die Zahlen von Armament Research Services beruft:

    2014 hatte Facebook den Verkauf von Schusswaffen unter Nutzern eingeschränkt, Anfang Februar wurde der Waffenhandel gänzlich verboten.

     

    Tags:
    Waffenhandel, Terrormiliz Daesh, Facebook, Irak, Syrien, Libyen
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