20:55 24 Januar 2020
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    Der NATO-Oberbefehlshaber in Europa, General Philip Breedlove, will bewusst das Verhältnis zwischen Russland und der Nato stören, wie ein ranghoher Mitarbeiter des russischen Verteidigungsministeriums erklärte.

    Russland-NATO-Rat
    © Sputnik / Sergej Safronow
    Breedlove habe sich in letzter Zeit wiederholt dafür ausgesprochen, dass die Nato mit mehr Präsenz in Osteuropa auf die angebliche „russische Agression“ reagieren sollte.

    „Man hat das Gefühl, dass all seine letzten Aussagen nur ein Ziel haben: Den Beziehungen zwischen Russland und der Nato einen maximalen Schaden zuzufügen, damit sie zugleich auch bloß schwer wieder herzustellen sein werden“, sagte der Leiter der Hauptverwaltung des russischen Verteidigungsministeriums für internationale Militärkooperation, Sergei Koschelew.

    Zuvor hatte der NATO-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Philip Breedlove, Russland als Hauptgefahr für das Bündnis bezeichnet und sprach sich mehrmals dafür aus, die Nato-Präsenz in Osteuropa auszuweiten. So hatte er Ende März vorgeschlagen, U-2 Aufklärungsflugzeuge über Russland fliegen zu lassen. Im Februar behauptete er, die USA wären bereit, gegen Russland in Europa zu kämpfen – und zu siegen.

    Auch für die Flüchtlingskrise in Europa machte der General Russland verantwortlich, da die russischen Streitkräfte in Syrien angeblich unpräzise Waffen einsetzten und dadurch die Menschen zur Flucht nach Europa zwängen.

    Breedlove wird noch 2016 nach drei Jahren ordnungsgemäß das Kommando abgeben. Dann wird Curtis M. Scaparrotti neuer Nato-Oberbefehlshaber und Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa.

    Zuvor war berichtet worden, dass nach fast zwei Jahren der Russland-Nato-Rat demnächst wieder zusamentreten soll. Nach übereinstimmenden Angaben aus Moskau und Brüssel findet die Tagung des Gremiums in den nächsten Wochen auf Botschafterebene statt.

    Die Nato hatte im Frühjahr 2014 vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise jede militärische Zusammenarbeit mit Russland auf Eis gelegt. Seitdem baute das nordatlantische Militärbündnis neue Militärstützpunkte und verstärkte seine Truppen in Osteuropa. Im Mai berichtete Generalsekretär Jens Stoltenberg beim Treffen mit US-Präsident Barack Obama, die Nato seit jetzt stark wie noch nie seit dem Kalten Krieg.

    Russland spricht von einer „beispiellosen Erhöhung der Aktivitäten der Nato vor seinen Grenzen“. Im Herbst hielt die Nato mit „Trident Juncture" die größte Militärübung seit dem Kalten Krieg ab — nach eigenen Angaben um Russland zu warnen. Im Dezember kündigte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg an, das Bündnis habe beschlossen, den Russland-Nato-Rat wiederzubeleben.

     

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    Tags:
    Verteidigungsministerium Russlands, NATO, Philip Breedlove, USA, Russland