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20:34 20 August 2019
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    Syrien: Über 1.000 Assad-feindliche Kämpfer strecken ihre Waffen

    © Sputnik / Michael Alaeddin
    Militär
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    Die Waffenruhe in Syrien wird nicht nur von der syrischen Armee, sondern auch von Mitgliedern illegaler bewaffneter Gruppen eingehalten, sagte der Vize-Gouverneur der Provinz Daraa, Awad Soueidan, gegenüber Journalisten.

    Vor kurzem hätten sich in der syrischen Provinz Daraa über 1.000 Mitglieder illegaler bewaffneter Gruppen zu der Waffenruhe bekannt, teilte er mit. Somit werde die Feuerpause nunmehr nicht nur von der Regierungsarmee eingehalten.

    Soueidan bedankte sich des Weiteren für über 500 Pakete mit russischen Hilfsgütern und Geschenkpackungen mit Süßigkeiten für eine Schule in der Ortschaft Al-Kin. Dies sei eine „Geste der Freundschaft und Liebe“ zwischen dem russischen und syrischen Volk, betonte er.

    Bei der Verteilung der Pakete war auch der Sprecher des Zentrums für die Aussöhnung in Syrien, Oberst Juri Srajew, anwesend. „Ein  Teil des Territoriums der Provinz wird von illegalen bewaffneten Gruppierungen kontrolliert, überwiegend sind das der IS und Dschebhat an-Nusra“, so der russische Militärangehörige.

    Al-Kin liege beinahe an der Gefechtslinie, deshalb sei die Lieferung der Hilfsgüter eine recht schwierige Operation gewesen. „Wir wollten aber auf jeden Fall hierherkommen, da die Menschen ein Problem mit Lebensmitteln haben“, so Srajew.

    Der Friedensprozess verlaufe recht schwierig, jedoch seien im Vergleich zum vergangenen Monat positive Tendenzen und Fortschritte zu verzeichnen. „Die hängen vor allem mit dem Sieg, den die syrische Regierungsarmee in Palmyra errungen haben, und anderen erfolgreichen Operationen zusammen“, betonte der Oberst.

    Der fünf Jahre andauernde Krieg habe nicht nur die Zivilisten, sondern auch die Kämpfer der illegal bewaffneten Gruppierungen erschöpft, fügte er hinzu.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben mehr als 220.000 Opfer gefordert hat. Den Regierungstruppen und patriotischen Kräften Syriens stehen Kämpfer verschiedener bewaffneter Gruppierungen gegenüber.

    Die russische Luftwaffe hatte seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus in Syrien Angriffe gegen Stellungen der Terrororganisationen Daesh, al-Nusra-Front und anderer geflogen. Diese Terrorgruppen hatten in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes erobert. Mit Hilfe russischer Bomber, die Hmeimim in Latakia als Stützpunkt nutzen, konnte die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten aus vielen Orten vertreiben.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuften Gruppen aus.

    Am 15. März ordnete Russlands Staatschef Wladimir Putin an, den Großteil der russischen Streitkräfte aus Syrien abzuziehen. „Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt wurde, ist im Großen und Ganzen erfüllt“, begründete der Kremlchef seine Entscheidung.

     

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    Tags:
    Waffenruhe, Versöhnungsprozess, Versöhnung, Humanitäre Hilfsgüter, Deraa, Syrien