10:54 01 Oktober 2020
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    Die libyschen Behörden wollen kein ausländisches Militärkontingent aufnehmen, selbst wenn Angebote zur Stationierung von Sicherheitskräften unterbreitet werden sollten, wie die „Times“ berichtet.

    Als Grund für diesen Verzicht nennen die Behörden die Befürchtungen einer möglichen verstärkten Spaltung des Landes durch ausländische Truppen, hebt die Zeitung hervor.

    Zuvor hatten italienische Medien mitgeteilt, dass Italien eine Gruppe von Sondertruppen nach Libyen entsenden wolle. Britische Medien hatten berichtet, dass in Libyen zusammen mit den US-Verbündeten Sondertruppen aus Großbritannien agieren. Im Land befindet sich auch eine Gruppe von Militärberatern. Der britische Premier David Cameron wies die Informationen über die Präsenz von Bodentruppen in Libyen zurück, gab jedoch keine klare Antwort auf die Frage, ob es im Land britische Militärberater gebe.

    Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi im Oktober 2011 entstand in Libyen eine Doppelherrschaft: zum einen das bei allgemeinen Wahlen gewählte Parlament, das in Tobruk im Osten des Landes sitzt, zum anderen der islamistische Allgemeine Nationale Kongress in Tripolis. Dabei werden mehrere libysche Bezirke nicht von den Behörden kontrolliert. Im Land agieren Kämpfer der Terrorgruppe Daesh  (auch Islamischer Staat, IS).

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