21:05 03 August 2020
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    Beziehungen Russlands mit den Nato-Staaten (247)
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    Der für Ende Mai geplante Zug der Nato-Truppen über das Staatsgebiet Tschechiens ist nur ein „Muskelspiel“, das die Medien gern für ihre Anti-Russland-Propaganda missbrauchen, wie der Abgeordnete der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei (ČSSD), Jaroslav Foldyna, gegenüber Sputniknews sagte.

    „Wenn Litauen, Lettland oder Estland ausländische Truppen auf ihren Territorien wollen, ist das ihre Sache, ihre freie Wahl. Wir Tschechen haben keine Gefahr von außen zu befürchten, denke ich. Insbesondere keine militärische Gefahr seitens Russlands, das ist meine feste Überzeugung. Dagegen spüren wir eher wie nie zuvor eine Gefahr von radikal-islamistischen Gruppierungen“, kommentierte Foldyna die jährliche Militärübung „Saber Strike“ und den damit verbundenen Truppen-Transport über Staatsgebiet Tschechiens.

    Die Republik müsse als Nato-Mitglied sein Territorium für derartige Züge zur Verfügung stellen, so der Abgeordnete weiter. Beunruhigend sei dabei, wie diese „Märsche“ inszeniert werden: „Sie werden für politische Ziele missbraucht, für politische Einschüchterung und Demonstration von militärischer Macht.“

    Dieses „Muskeln spielen Lassen“ trage nur zu noch mehr internationaler Spannung bei, erklärte  Foldyna und fügte hinzu:

    „Ich kann mir schon vorstellen, welchen Stoff den Journalisten dieser Transport geben wird, wie viel Negatives das gegen Russland hervorbringt. Meiner Meinung nach aber sollten wir nach Auswegen aus der Krise im Verhältnis zu Russland suchen und die Spaltung nicht vorantreiben.“

    Das größte Problem weltweit bestehe heutzutage in der wachsenden Xenophobie, der Intoleranz und Gefahr für die christliche Welt durch muslimische Radikale, meint der tschechische sozialdemokratische Abgeordnete.

    „Wir sollten der internationalen Sicherheit wegen zusammenarbeiten und nicht Russland als eine Militärgefahr für Europa und die Welt darstellen, was es meiner Ansicht nach nicht ist“, schloss Foldyna.

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    Militärübung, NATO, Estland, Tschechien, Litauen, Lettland, Russland