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18:34 20 Juli 2019
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    Überwachungskamera (Symbolbild)

    Österreichs Polizei startet bald Gesichtserkennung mit öffentlichen Kameras

    © Sputnik / Miroslaw Rotar
    Österreich
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    Die österreichische Polizei hat eine Software erworben, mit der Gesichtsfelder analysiert werden. Das schreibt das Portal Futurezone am Donnerstag unter Berufung auf den Pressesprecher des Bundeskriminalamts (BK), Vincenz Kriegs-Au.

    Eine biometrischer Gesichtsfeldanalyse soll demnach in Österreich als neue Beweismethode bei schweren Straftaten bald zum Einsatz kommen. Das Bundeskriminalamt habe gerade eine Zentralsoftware für die Gesichtsfeldanalyse gekauft, so Kriegs-Au.

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    „An dieser werden jetzt Feineinstellungen vorgenommen und im Spätherbst, also im Dezember, werden wir damit beim Bundeskriminalamt in Echtzeitbetrieb gehen“, zitiert das Portal den BK-Sprecher.

    Dank dem Sicherheitspolizeigesetz kann das Bundeskriminalamt Zugriff auf sämtliche Videoüberwachung im öffentlichen Raum und von privaten Einrichtungen bekommen, denen ein öffentlicher Versorgungsauftrag zukommt. Das sind etwa Tankstellen, Banken oder Supermärkte. Bilder von Überwachungskameras sollen mit einer Referenzdatenbank der Polizei abgeglichen werden.

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    „Es wird nur bei einem sehr kleinen Prozentsatz an Straftaten zum Einsatz kommen, ähnlich wie bei einem DNA-Test. Das würde sonst Unsummen an Ressourcen verschwenden“.

    Eine ähnliche Gesichtsfelderkennung wird laut dem Portal bereits am Flughafen Wien eingesetzt. Dort werden die Gesichtsfelder mit den Passbildern abgeglichen. Damit wird festgestellt, ob der Passinhaber und das Passbild übereinstimmen.

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    Angesichts der Auswirkungen von Gesichtserkennungssoftware sind einige Kritiker besorgt, weil die Technologie nicht perfekt sei, schreibt die österreichische Zeitung „Standard“. Die Erkennung von farbigen Personen sei beispielweise weitaus fehleranfälliger als von weißen.

    Kriegs-Au versicherte gegenüber dem Blatt, dass die Treffer der Software nicht als eindeutiges Beweismittel genutzt würden. Die Software solle nur als Grundlage für weitere Untersuchungen verwendet werden.

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    Persönlichkeitsrecht, persönliche Daten, Persönlichkeit, Entwicklung, Zukunft, Cyberraum, Computer, Gesichtserkennung, Gesicht, Überwachung, Videoüberwachung, Video, Fahndung, fahnden, Ermittlung, Ermittler, Verbrecher, Verbrechen, Sicherheit, Polizist, Polizisten, Polizei, Polizei, Österreich