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02:18 22 Juli 2019
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    Attacken auf Moscheen in Neuseeland

    Identitären-Chef Sellner wollte mit Christchurch-Attentäter „auf ein Bier gehen”

    © AP Photo / Mark Baker
    Österreich
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    Der österreichische Identitären-Chef Martin Sellner und der mutmaßliche Attentäter von Christchurch Brenton Tarrant sollen mehrfach in Kontakt gestanden sein. Medienberichten zufolge bieten ihre gelöschten Mails einen detailreichen Einblick.

    Nach einem ORF-Bericht wollte sich Österreichs Identitären-Chef mit dem späteren Massenmörder treffen, sollte dieser einmal in Wien sein.

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    „Wenn du jemals nach Wien kommst, müssen wir auf einen Kaffee oder ein Bier gehen“, schrieb Sellner demnach mehr als ein Jahr vor dem tödlichen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland. Auch der Australier lud Sellner ein, falls er nach Australien oder Neuseeland reisen sollte. „Wir haben Menschen in beiden Ländern, die dich gerne in ihrem Haus aufnehmen würden”, schrieb der Attentäter Brenton Tarrant.

    Sellner twitterte zur Bestätigung dieser Informationen: „Es gab einen Briefwechsel in dem ich mich bedankt habe. Es ist einfach absurd wie Detail versessen hier auf ner Spende und Dankes Mails herumgeritten wird“. Mit Tarrant sei er aber nicht zusammengekommen.

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    Im vergangenen Jahr hatte der Australier gut 1500 Euro auf ein Konto Sellners als Spende überwiesen. Im März 2019 hatte das  Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) seine Wohnung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsucht und anschließend ein Verfahren wegen des Verdachts der Beteiligung an einer Terrorvereinigung eingeleitet.

    Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) erklärte am Mittwoch, dass die Vermutung, wonach Sellner Teil eines rechtsextremen Netzwerks sein könnte, nichts Neues sei. Darauf fußten schließlich die Ermittlungen.

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    Tags:
    Ermittlungen, E-Mails, Attentäter, Christchurch, Neuseeland, Martin Sellner, Identitären-Bewegung, Österreich