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13:33 23 September 2019
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    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache

    Nach FPÖ-Skandal: Experten rechnen nicht mit Rückschlag für Rechtspopulisten

    © AP Photo / Ronald Zak
    Österreich
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    Experten rechnen nicht mit negativen Auswirkung des Skandals um den österreichischen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf rechtspopulistische Parteien, teilte die Agentur Reuters am Montag mit.

    „Einen gravierenden Einfluss auf das Wahlverhalten der Deutschen beim Votum für das EU-Parlament werden die Vorgänge in Wien nicht haben”, sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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    90 Prozent der Deutschen würden die Wahl des deutschen FPÖ-Pendants AfD ablehnen und dabei bliebe es.

    „Die AfD-Wähler hingegen wollen den Rechtsstaat beseitigen. Bei denen gerät FPÖ-Chef Strache nach seiner Video-Affäre in die Opferrolle”, so Güllner.

    Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Politikwissenschaftler Frank Decker. „Man sollte den Effekt der FPÖ-Affäre nicht überschätzen”, sagte er der „Rheinischen Post” vom Montag. „Rechtspopulistische Protestparteien werden vor allem als Dagegen-Parteien gewählt und nicht, weil sie ein überzeugendes Erscheinungsbild bieten oder eine bessere Regierungsalternative versprechen.”

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    Zuvor war berichtet worden, dass der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nicht ausschließt, dass sich sein bisheriger Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) durch dessen Äußerungen in dem Skandal-Video strafbar gemacht haben könnte. „Die Ermittlungen werden zeigen, was jetzt passiert”, sagte Kurz der „Bild” (Montag). „Aber, was er in diesem Video sonst sagt, ist ein großer Skandal, bedeutet das Ende seiner politischen Tätigkeit und vermutlich auch strafrechtliche Konsequenzen”, sagte Kurz in dem Beitrag, der der Deutschen Presse-Agentur in redaktioneller Fassung vorlag.

     

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