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11:43 19 August 2019
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    Touristen auf Ibiza (Archiv)

    Nach Skandal um Strache: Tourismus auf Ibiza boomt – Medien

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    Österreich
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    Der Skandal um Österreichs ehemaligen Vize-Kanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich laut Medienberichten auf einen unerwarteten Bereich ausgewirkt: nämlich auf den Tourismus.

    Die spanische Insel Ibiza – ein populärer Ort für Strandurlauber und Party-Besucher – verzeichnete einen wesentlichen Popularitätsanstieg bei österreichischen Online-Buchungsportalen, berichten Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Onlineplattform „Urlaubsguru“.

    Das Buchungsvolumen in Österreich für Ibiza stieg demzufolge im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 47,7 Prozent. Dieses Plus ist offenbar der Tatsache zu verdanken, dass der Urlaubsort seit Mai im Zusammenhang mit der Strache-Affäre ständig in der österreichischen Presse auftaucht.

    Ibiza-Gate

    Am 17. Mai war von deutschen Medien ein Video veröffentlicht worden, in dem der damalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache eine vermeintliche russische Milliardärin um Wahlkampfspenden bittet und im Austausch Staatsaufträge anbietet. Strache hielt die Frau wohl für die Nichte eines russischen Oligarchen und gab Äußerungen von sich, die ihn das Amt kosteten.

    In einer am 24. Mai bei APA erschienenen Presseerklärung nahm Strache zu den Aufnahmen Stellung. Darin räumte er zwar Fehler ein, betonte jedoch, dass das Video rechtswidrig aufgezeichnet worden sei und die Verantwortlichen ermittelt werden müssten. Deswegen erstattete Strache in Deutschland Anzeige gegen die Menschen, die an der Herstellung des Materials beteiligt waren.

    Im Zusammenhang mit dem so genannten „Ibiza“-Video wurde gegen Strache und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus eine Ermittlung eingeleitet, berichteten österreichische Medien unter Verweis auf die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA).

    mo/ae

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    Tags:
    Heinz-Christian Strache, Spanien, Ibiza, Österreich