22:39 20 November 2019
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    Heinz-Christian Strache bei einer Pressekonfrenz nach der Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos (Archiv)

    Neuer Verdacht im Fall Strache: Steckt Mafia hinter Ibiza-Video?

    © AP Photo / Michael Gruber
    Österreich
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    Im Zusammenhang mit der sogenannten Ibiza-Affäre, die die österreichische Regierung zu Fall brachte, ist ein brisanter Verdacht aufgekommen. Nach Angaben der Tageszeitung „Österreich“ steht nun die Vermutung im Raum, dass hinter dem Video mit dem ehemaligen österreichischen Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die Mafia steckt.

    Hinter der Operation Ibiza könnte „eine kriminelle Organisation“ stehen, schreibt die Online-Ausgabe des Blattes. Die Soko Ibiza ermittle wegen des Verdachts einer „kriminellen Vereinigung“ gegen mehrere mutmaßliche Täter rund um das Video.

    Im Visier der Ermittler sollen laut der Zeitung zwei Detektive und mindestens zwei Mithelfer stehen, die Strache und den Ex-Fraktionschef der FPÖ Johann Gudenus in die Videofalle lockten. Die Spur soll laut Insidern im Hintergrund „direkt ins Drogenmilieu und in die Oststaaten“ führen.

    Offenbar gebe es Hinweise in Richtung serbischer Mafia mit allen Zutaten von Waffenhandel bis Erpressung, so „Östrereich“ unter Verweis auf Insider. Der „Financier“ der ganzen Ibiza-Aktion wäre dann auch im Umfeld von Drogen und Kriminalität zu suchen.

    Darüber hinaus soll ein ehemaliger Security-Mann „mit besten Kontakten zu Strache und Gudenus“ der Zeitung zufolge mit den Detektiven vernetzt worden sein. Es könnte sich um einen Konnex zur Drogenszene handeln. Die Verdächtigen sollen bereits wiederholt an Aktionen beteiligt gewesen sein, die „Lukrierung von Geld als Motiv“ haben.

    Skandal um Strache

    Am 17. Mai hatten die „Süddeutsche Zeitung” und der „Spiegel” das Ibiza-Video veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie der damalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache auf der Baleareninsel eine vermeintliche russische Oligarchen-Nichte um Wahlkampfspenden bittet und seinerseits Staatsaufträge anbietet.

    Die schwer belastende Veröffentlichung hatte eine Regierungskrise in Österreich zur Folge. Nach Straches Rücktritt mussten auch sämtliche FPÖ-Minister ihre Posten räumen. Anschließend wurde auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) per Misstrauensvotum abgewählt.

    Im Zusammenhang mit dem Skandal um das „Ibiza“-Video wurde gegen Strache und Gudenus eine Ermittlung aufgenommen.

    mo/ea

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    Tags:
    Ibiza, Johannes Gudenus, Heinz-Christian Strache, Österreich