16:41 18 Februar 2020
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    Nur wenige Stunden nach dem Angriff auf eine Synagoge im deutschen Halle soll in Wien eine jüdische Familie, die mit zwei kleinen Kindern unterwegs war, auf offener Straße verbal und körperlich attackiert worden sein. Das Ereignis fiel zeitlich mit dem jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur zusammen.

    Zu der blutigen Gewalttat kam es am Mittwoch auf der Wiener Taborstraße, wie das Portal Heute.at berichtet. Eine jüdische Familie sei nach dem Gebet in der Synagoge in der Tempelgasse in Wien-Leopoldstadt auf dem Nachhauseweg gewesen, als ein Ex-Bankmanager mit seinem SUV aus einer Einfahrt habe preschen wollen. 

    Die Familie sei ausgewichen, um nicht von dem schweren Fahrzeug erwischt zu werden, wonach es zu einem Wortgefecht gekommen sei. Nach Angaben des Portals wurden dabei die durch ihre Kopfbedeckung (Kippa) eindeutig als Juden erkenntlichen Fußgänger antisemitisch beschimpft.

    Anschließend soll der Autofahrer dem Familienvater noch ins Gesicht geschlagen und ihm dabei die Nase gebrochen haben, weshalb dieser dann Anzeige bei der Polizei erstattet habe. Der Autofahrer gab an, bei dem Konflikt selbst eine Verletzung an der Wirbelsäule erlitten zu haben, und kündigte ebenfalls eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung an.

    Am Mittwoch hatte ein Mann im deutschen Halle versucht, mit Waffengewalt die Synagoge zu stürmen. Zu dem Zeitpunkt feierten dort mehr als 50 Menschen Jom Kippur. Danach soll der Angreifer vor der Synagoge und vor einem Döner-Imbiss insgesamt zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Noch am selben Tag  konnte der mutmaßliche Täter gefasst werden. 

    leo/ae

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    Tags:
    Verletzung, Gewalt, Auseinandersetzungen, Juden, Wien, Österreich