04:06 18 November 2019
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    Wien, Österreich

    Wien bietet Diskussionsraum für Gespräche über iranischen Atomdeal an

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    Österreich ist bereit, einen Diskussionsraum für Gespräche über den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan zum iranischen Nuklearprogramm (JCPoA) zur Verfügung zu stellen, wie Thomas Hajnoczi, ein leitender Mitarbeiter des österreichischen Außenministeriums, am Freitag bei der Moskauer Konferenz zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen sagte.

    Hajnoczi, der als Direktor der Abteilung Abrüstung, Rüstungskontrolle und Non-Proliferation im Außenministerium tätig ist, verwies gegenüber der Presse darauf, dass sein Land sich nicht einmischen könne, jedoch immer bereit sei, einen Diskussionsraum für weitere Verhandlungen bereitzustellen.

    Dies sei ein ständiges Angebot, ergänzte der Diplomat. Er erinnerte daran, dass der Gemeinsame umfassende Aktionsplan in Wien abgestimmt worden sei und nachfolgende Treffen auf der Ebene ranghoher Amtspersonen ebenfalls in Wien stattgefunden hätten.

    Hajnoczi äußerte ferner Besorgnis über die aktuelle Situation um die diesbezügliche Nuklearvereinbarung.

    US-Ausstieg aus Atomdeal

    US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai 2018 die Vereinbarung einseitig aufgekündigt – mit der Begründung, dass Teheran unter anderem den Terrorismus finanziere und die Nahost- und Golfregion destabilisiere. Im Mai 2019, ein Jahr nachdem die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sind und neue Sanktionen verhängt haben, kündigte der Iran an, seine Verpflichtungen aus dem internationalen Abkommen teilweise auszusetzen.

    In einem Sputnik-Exklusivinterview antwortete der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi auf die Frage, welche Schritte Teheran von Europa erwarte, um zur Umsetzung der Atomdeal-Vereinbarung zurückzukehren. „Es müssen die Interessen des Irans sichergestellt werden. Das wichtigste davon ist die Möglichkeit, Erdöl zu exportieren sowie Zahlungen für den Erdölverkauf über Banken zu erhalten“, so Araghchi.

    ls/mt

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    Tags:
    Außenministerium, Iran, Österreich