22:20 21 Januar 2020
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    Beamte der österreichischen Spezialeinheit Cobra haben laut Medienberichten in Tirol eine Kuh erschossen, die auf dem Weg zum Schlachter entkommen war. Die Operation sorgte unter Internetnutzern für befremdete und empörte Reaktionen.

    Zu dem Einsatz kam es nach Angaben des Portals meinbezirk.at in Matrei am Brenner am späten Mittwochvormittag. Die Kuh sollte in einen Transporter verladen werden, riss sich jedoch los und stieß dabei einen 32-jährigen Landwirt. Der Mann erlitt Verletzungen.

    Das Tier lief auf die nahe gelegenen Bahngleise. Die Polizei wurde verständigt. Wie die „Kronen-Zeitung“ unter Berufung auf einen Sprecher der Exekutive berichtete, seien die Cobra-Beamten hinzugestoßen, weil sie zu diesem Zeitpunkt ohnehin gerade mit dem Polizeihubschrauber im Wipptal gewesen seien.

    Aus der Sicht der Polizeibeamten verhielt sich die Kuh äußerst aggressiv. Der Landwirt versuchte noch, sie einzufangen. Das Tier lief in ein angrenzendes Feld, wo ein Cobra-Beamter es erlegte. Insgesamt wurde auf die Kuh siebenmal gefeuert.

    Reaktion aus dem Netz

    Die Aufnahmen des Zwischenfalls wurden in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Viele User bezeichneten das Vorgehen der Beamten als Tierquälerei.

    „Sowas hat kein Tier verdient!!! Wo bleibt da der Tierschutz“, schrieb eine Facebook-Nutzerin unter dem Namen Waltraud Dengg.

    Einige Kommentatoren fanden es peinlich, dass die Cobra sieben Schüsse brauchte, um die Kuh zu töten. Die Operation hätte jemand vollziehen sollen, „der es kann“.

    „Warum ziehen sie keinen Jäger dazu, der das Tier mit geeignetem Kaliber und geeigneter Munition und passendem Treffer mit einem Schuss tötet“, meinte ein Twitter-Nutzer.

    Vor kurzem spielte sich in Erfurt ein merkwürdiger Zwischenfall ab, der eine dramatische Wendung nahm und Aufsehen erregte. Ein vermeintlich betrunkener Waschbär torkelte am 7. Dezember über den Weihnachtsmarkt der Stadt und wurde später einem Stadtjäger übergeben, der das Tier erschoss. Laut dem Sprecher der Stadt Erfurt, Daniel Baumbach, steht der Waschbär auf der EU-Liste der invasiven Arten. Der Bestand müsse „gemäß einer EU-Verordnung eingedämmt werden – daher der Abschuss“.

    mo/ip

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