10:23 18 Januar 2020
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    Die FPÖ hat ihren langjährigen Ex-Chef Heinz-Christian Strache nach den Wirren um das Ibiza-Video und eine Spesenaffäre aus der Partei ausgeschlossen. Im Oktober hatte Strache seinen Rückzug aus der Politik verkündet, in den vergangenen Wochen wurde aber über sein Comeback noch vor den Landtagswahlen in Wien im kommenden Jahr spekuliert.

    „Für uns ist es eine Befreiung, weil damit Ibiza für uns Geschichte ist und wir damit in die Zukunft schauen können“, sagte FPÖ-Chef Norbert Hofer am Freitag in Wien. „Mit dem heutigen Tag“ sei das Kapitel Strache für die Partei beendet, fügte der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp hinzu.

    Der ehemalige Parteichef Strache war im Mai nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos, auf dem er anfällig für Korruption wirkt, als Vizekanzler und Parteichef zurückgetreten. Zuletzt geriet er wegen einer Spesenaffäre immer wieder in die Schlagzeilen, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 50-Jährigen wegen Untreue. Strache bestreitet die Vorwürfe, Geld aus der Parteikasse für private Zwecke verwendet zu haben. Außerdem wurde dem 50-jährigen wegen der Negativ-Schlagzeilen um seine Person eine erhebliche Mitschuld an den schlechten Wahlergebnissen der FPÖ bei der Nationalratswahl im September und bei zwei Landtagswahlen gegeben. 

    Im Oktober verkündete Strache seinen Rückzug aus der Politik. An diesem Donnerstag spalteten sich drei Strache nahestehende Wiener Landtagsabgeordnete von der FPÖ ab und gründeten Die Allianz für Österreich (DAÖ). Es wird weiter spekuliert, dass die neue Partei Strache zu einem schnellen Polit-Comeback unter neuer Flagge verhelfen könnte.

    lk/dpa

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    Tags:
    Ibiza, Norbert Hofer, Freiheitspartei Österreichs (FPÖ), Heinz-Christian Strache