09:58 09 April 2020
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    Am Sonntag hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet, berichten österreichische Medien übereinstimmend.

    Bei den neuen Regelungen, die Kurz im Zuge einer Sondersitzung des Nationalrates bekanntmachte, handelt es sich um ein teilweises Versammlungsverbot sowie weitere Einreisebeschränkungen.

    Laut dem Sender ORF dürfen nun auch Menschen aus Großbritannien, den Niederlanden, der Ukraine und Russland nicht nach Österreich kommen. Öffentliche Räume wie Sport- und Spielplätze oder Lokale müssen übergangsweise dichtmachen. Geöffnet bleiben demnach Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Trafiken und Apotheken.

    „An keinem Ort sollen mehr als 5 Menschen auf einmal zusammentreffen. Ausgenommen davon sind nur Aktivitäten, die zur Bekämpfung des Virus dienen”, so das Nachrichtenportal „Heute”.

    Darüber hinaus werden alle pensionierten Ärzte und Pfleger, die innerhalb der letzten fünf Jahre ihren Ruhestand angetreten hatten, einberufen, berichtet „Heute“. Weiter werden Milizsoldaten und Zivildiener in die Bekämpfung der Krankheit einbezogen. Ähnlich ist es auch in Deutschland, wo Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Reservisten aufrief, die Bundeswehrkrankenhäuser und den Sanitätsdienst mit zu unterstützen.

    In einem Interview mit ORF am Samstag erläuterte Kurz, dass das Coronavirus die größte Herausforderung für sein Land „seit dem Zweiten Weltkrieg“ sei. Man müsse „jetzt ganz entschlossen handeln“ und ab Montag „die Republik auf den Notbetrieb herunterfahren“, hieß es. Die neuen Vorschriften scheinen also die Forderung nach entschlossenen Schritten zu erfüllen.

    Zuvor hatte das deutsche Robert-Koch-Institut das österreichische Bundesland Tirol als Risikogebiet bei der Corona-Epidemie eingestuft.

    msch/sb

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    Sebastian Kurz, Sperrungen, Coronavirus, Österreich