16:26 22 September 2020
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    Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Dienstag gegenüber Medien einen Gegenentwurf zum deutsch-französischen Corona-Wiederaufbauplan für die europäische Wirtschaft angekündigt.

    Das Gegenpapier werde von mehreren Ländern erstellt und solle „in den nächsten Tagen“ vorgelegt werden, sagte der Politiker den „Oberösterreichischen Nachrichten“.

    Österreich sei in Abstimmung mit den Niederlanden, Dänemark und Schweden – einer Gruppe von wirtschaftsstarken und sparsamen Staaten, „der wir uns zugehörig fühlen“. Diese Länder hatten sich vor der Corona-Krise schon gegen den Vorschlag der EU-Kommission für den mehrjährigen Finanzrahmen gestellt.

    „Wir wollen solidarisch sein mit Staaten, die besonders hart von der Krise getroffen wurden. Allerdings glauben wir, dass Kredite der richtige Weg sind, nicht Zuschüsse“, zitiert die DPA den Kanzler.

    EU-Wiederaufbauplan für eine halbe Billion Euro

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron hatten am Montag ein 500-Milliarden-Euro-Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vorgeschlagen.

    Berlin und Paris werben für die Einrichtung eines zeitlich befristeten europäischen Fonds über 500 Milliarden Euro, der die am stärksten betroffenen Staaten unterstützen soll. Die Mittel sollen im Namen der EU am Kapitalmarkt aufgenommen und in einem mehrjährigen EU-Finanzrahmen als Hilfen an Krisenstaaten gegeben werden.

    mo/mt/dpa

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    Emmanuel Macron, Angela Merkel, EU, Coronavirus, Österreich, Sebastian Kurz