05:35 04 August 2020
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    Ein Bankberater aus der österreichischen Stadt Edlitz, der seine 86-jährige Kundin mit einem Münzstrumpf geschlagen und mit Folie erstickt haben soll, hat sich zum Auftakt des Prozesses schuldig bekannt.

    Wie der 62-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Wiener Neustadt sagte, habe er aus Angst um seinen Ruf der 86-jährigen Kundin jahrelang weisgemacht, ihr Vermögen läge bei rund 700.000 Euro, obwohl er sich vor 20 Jahren verspekuliert habe. Als er vergangenes Jahr endgültig aufzufliegen drohte, habe er mehrere Optionen erwogen - sie umzubringen ebenso wie Suizid.

    Am 16. September 2019 sei er mit einem Mietwagen zu ihr gefahren. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft beging er an dem Tag einen Mord, die Verteidiger des Mannes gingen dagegen von einer Affekttat aus.

    Laut Anklage habe er die Frau zehn Mal mit einem mit Münzen gefüllten Strumpf gegen den Kopf geschlagen, dann soll der Mann sie mit Frischhaltefolie und schließlich mit den Händen erstickt haben.

    Am Tag ihres Todes habe er seiner Kundin die Verluste gestanden. Das laute Gespräch zwischen den beiden hörte ein Nachbar, der daraufhin an der Tür klopfte.

    „In dem Moment habe ich gedacht, jetzt ist es vorbei“, sagte der Angeklagte.

    Anschließend habe er versucht, sich auf der Autobahn vor einen Lastwagen zu stürzen. Er überlebte schwer verletzt. Ein Urteil wird am 28. Juli erwartet.

    ac/mt/dpa

     

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    Berater, Bank, Prozess, Mord, Wien