06:34 03 Dezember 2020
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    Samstagfrüh ist es in der österreichischen Hauptstadt zu einem weiteren Vorfall in einer Kirche gekommen, diesmal im Stephansdom.  Ein Mann hat nach Angaben der Wiener Polizei den Stephansdom betreten und islamistische Parole geschrienen.

    Dabei soll es sich nach Polizeiangaben um einen 25-jährigen Afghanen handeln. Der Täter soll auf die Polizisten einen „verwirrten Eindruck“ gemacht haben. Der Stephansdom wurde nach dem Vorfall großräumig abgesperrt und durchsucht. Dabei wurde jedoch nichts gefunden.

    Der Mann wurde festgenommen. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung überprüft den Vorfall. 

    Am Donnerstag hatte eine Gruppe von rund 30 Jugendlichen ebenfalls in einer Kirche in Wien randaliert. Die jungen Männer hatten in der katholischen Kirche im Wiener Stadtteil Favoriten herumgeschrien und gegen Sitzbänke getreten. Bei dem Vorfall wurde nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA niemand verletzt.

    Laut der Wiener Tageszeitung „Kurier”, die von dem Vorfall berichtet hatte, aber 50 Jugendliche nannte, sollen Ermittler des Verfassungsschutzes dahinter eine Gruppe türkischstämmiger Jugendlicher vermuten, die sich über die sozialen Medien organisiert habe. Rund 20 von ihnen sollen sich schon am Nachmittag am Reumannplatz versammelt haben, berichtet das Innenministerium auf „ORF”-Anfrage. Danach soll die Gruppe zum Viktor-Adler-Markt gezogen sein. Dabei sollen die Jugendlichen auch Pyrotechnik angezündet und „islamistische Parolen” geschrien haben, schreibt „Der Standard”. Die Polizei habe daraufhin von zehn Jugendlichen die Identitäten aufgenommen und mehrere Anzeigen verfasst, hieß es. Am Abend soll diese Gruppe dann die katholische Kirche St. Anton von Padua (Antonskirche) in Wien-Favoriten betreten haben. Laut der Tageszeitung „Kurier” sollen sie dabei „Allahu Akbar” geschrien haben.

    Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kritisierte den Vorfall: „Alle Christen müssen in Österreich frei und in Sicherheit ihren Glauben ausüben können! Wir werden den Kampf gegen den politischen Islam entschieden weiterführen und hier keine falsche Toleranz zeigen”, so Kurz via Twitter.

    ekn/gs

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    Tags:
    Stephansdom, Randale, Österreich, Wien