17:54 23 Januar 2017
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    Urteilsverkündung gegen Chodorkowski bis 26. Mai unterbrochen

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    MOSKAU, 25. Mai (RIA Nowosti). Der Prozess gegen den ehemaligen Chef von Yukos, Michail Chodorkowski, den Chef der Finanzgruppe Menatep, Platon Lebedew, und den Ex-Generaldirektor der AG Wolna, Krainow, ist bis zum 26. Mai unterbrochen worden.

    Am Mittwoch hatte das Gericht Chodorkowski der Steuerhinterziehung als natürliche Person für schuldig befunden. „Chodorkowski als natürliche Person hat vorsätzlich Steuern hinterzogen", so Richterin Irina Kolesnikowa in ihrer Begründung.

    Zugleich befand das Gericht den Punkt der Beschuldigung „Urkundenfälschung" für überflüssig und erklärte ihn für nichtig. Die Urkundenfälschung sei im gegebenen Fall ein Mittel zur Steuerhinterziehung gewesen, argumentierte Kolesnikowa.

    Somit erkannte das Gericht Chodorkowskis Schuld in sechs Punkten der Anklage an.

    Die Staatsanwaltschaft wirft Chodorkowski insgesamt elf Delikte gemäß sieben Artikeln des russischen Strafgesetzbuchs vor.

    Das Gericht muss noch in vier Punkten der Anklage sein Urteil fällen, unter anderem auch in Sachen rechtswidrige Aneignung eines 20-prozentigen Anteils an der Düngemittelfabrik Apatit. Die Staatsanwaltschaft fordert, Chodorkowski in diesem Punkt für schuldig anzuerkennen, aber wegen Verjährung von einer Strafe abzusehen.

    Die Staatsanwaltschaft fordert für Chodorkowski und Lebedew eine Haftstrafe von jeweils zehn Jahren.

    Für Krainow fordert die russische Justiz eine bedingte Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren mit einer Bewährungsfrist von fünf Jahren. Dem Ex-Generaldirektor der AG Wolna wird Missachtung eines Gerichtsentscheids, Zufügung eines materiellen Schadens und Betrug vorgeworfen.

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