17:57 23 Januar 2017
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    Moskauer Stadtverwaltung verspricht, die Stromversorgung bis Donnerstag gegen 14.00 Uhr vollständig wiederherzustellen

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    MOSKAU, 26. Mai /RIA Nowosti/. In Moskaus Stadtverwaltung verspricht man, die Stromversorgung bis Donnerstag gegen 14.00 Uhr vollständig wiederherzustellen.

    Am Mittwoch führte der Brand im Umspannwerk Tschagino zum Stromausfall in der ganzen Region Moskau: in Moskau selbst, im Gebiet Moskau sowie in den Gebieten Kaluga und Tula. Allein im Gebiet Moskau hatten 34 Rayons keine Stromversorgung.

    Durch die Havarie wurde die Strom- und Wasserversorgung einer Reihe von Moskauer Stadtbezirken, darunter von Krankenhäusern und anderen Sozialobjekten, eingestellt. Einige U-Bahn-Linien, Straßenbahnen und O-Busse blieben liegen.

    Verkehrsampeln funktionierten nicht, an vielen Stellen stockte der Verkehr. Außerdem wurde der Nahverkehr eingestellt. Viele Menschen konnten nicht nach Hause und zur Arbeit kommen.

    Der Leiter der Energieholding RAO "EES", Anatoli Tschubais, meint, das Ausmaß der Havarie in der Region Moskau wesentlich geringer als in den USA vor zwei Jahren.

    "Die Energiekrisen in den USA und in Russland kann man nicht vergleichen. In den USA fielen insgesamt etwa 100 Kraftwerke aus. Und bei uns zwölf bis dreizehn. In den USA blieben 100 Millionen Menschen ohne Stromversorgung, bei uns waren es anderthalb bis zwei Millionen, obwohl auch das enorme Zahlen sind", sagte Tschubais

    "Bei uns sind die Maßstäbe vollkommen anders. Aber die Situation wird dadurch nicht weniger schrecklich", betonte er.

    In Erwiderung auf Journalisten, die Tschubais an seine eigenen Worte erinnerten, die er vor zwei Jahren gesagt hatte, dass solche Krisen in Russland unmöglich seien, antwortete er: "Havarien hat es gegeben und wird es immer geben."

    Nach einer außerordentlichen Beratung in der Regierung übernahm Tschubais als Leiter der RAO "EES Rossii" die Verantwortung für den Stromausfall in der Region Moskau.

    "Ich kenne die Bewertung, die der Präsident gegeben hat. Hier kann es keine zwei Meinungen geben. Das ist eine Havarie im Energiesystem des Landes, die selbstverständlich auch in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden der RAO "EES Rossii" liegt", sagte Tschubais Journalisten.

    Wladimir Putin äußerte die Meinung, dass die Führung der RAO "EES Rossii" der laufenden Tätigkeit des Unternehmens unzureichende Aufmerksamkeit schenke.

    "Man kann durchaus über die unzureichende Aufmerksamkeit der RAO ‚EES' für die laufende Produktion des Unternehmens sprechen. Man darf sich nicht nur mit Problemen der globalen Politik in der Energetik und mit der Reform des Unternehmens befassen, sondern muss sich auch mit der laufenden operativen Arbeit beschäftigen", erklärte der Präsident vor Journalisten in seiner Stellungnahme zur Havarie im Energiesystem der Region Moskau.

    Unter den Ursachen der Havarie nannte Putin unter anderem den Verschleiß von Ausrüstungen, fehlende Instandsetzung und vorbeugende Arbeit sowie die unzureichende Aufmerksamkeit der RAO "EES" für die laufende Tätigkeit des Unternehmens.

    Im Zusammenhang mit der Havarie leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Führung der RAO "EES Rossii" nach den Artikeln "Vernachlässigung von Dienstpflichten" und "Amtsmissbrauch" ein. Das wurde der RIA Nowosti bei der Verwaltung PR und Information der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation mitgeteilt.

    Zum Verhör wird auch Anatoli Tschubais vorgeladen.

    "Wir sehen ein, dass sich Tschubais im Moment mit der Liquidierung der Folgen dieser Havarie und der Wiederaufnahme der Stromversorgung beschäftigt. Aber gleich danach wird er in den nächsten Stunden zu einem Verhör vorgeladen", heißt es in der Mitteilung der russischen Generalstaatsanwaltschaft.

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