06:15 23 Oktober 2017
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    Neuer SPS-Vorsitzender will die Partei „wirklich populär" machen

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    MOSKAU, 30. Mai (RIA Nowosti). Der neue Spitzenvertreter der Union der Rechtskräfte (russ. Abk.: SPS), Nikita Belych, erklärte auf seiner ersten Pressekonferenz am Montag, dass er die Popularisierung der Partei als seine Hauptaufgabe betrachte.

    „Wir vereinigen Menschen, die ihr Schicksal selbst gestalten. Diese Gestalt wollen wir propagieren", sagte Belych.

    Der auf dem Parteikongress am Samstag gewählte Spitzenvertreter kam zur ersten Pressekonferenz nicht mit seinem Stellvertreter, Leonid Gosman, sondern mit dem Ex-Vorsitzenden der Partei, Boris Nemzow.

    Belych sicherte den Journalisten zu, dass die Partei zu Beginn des nächsten Jahres nicht nur jene 50 000 Mitglieder haben werde, die eine föderale Partei entsprechend einer Entscheidung des Justizministeriums zählen soll, sondern sogar mehr als 60 000 Mitglieder, weil ihr junge Leute beitreten werden.

    Belych erklärte sich auch zu einem konstruktiven Dialog am demokratischen Flügel bereit, indem er die Möglichkeit eines taktischen Bündnisses mit der KPRF und der Limonow-Partei ausschloss.

    „Wir dürfen nicht um der taktischen Erfolge willen die Strategie zu Kreuz tragen. Wir haben zu unterschiedliche Herangehen", sagte Belych. Zugleich gab der Politiker aus Perm zu, dass er doch endlich den „Jabloko"-Vorsitzenden, Grigori Jawlinski, kennenlernen wolle, mit dem er sich bisher nicht getroffen habe.

    Der neue offizielle SPS-Spitzenvertreter ist 29 Jahre alt. Er ist Kandidat der technischen und chemischen Wissenschaften. Während des Studiums an der Permer staatlichen Universität arbeitete er als Journalist bei einem regionalen Fernsehsender, gründete später eine Investitionsgesellschaft und leitete eine der größten Finanz- und Industrievereinigung des Kama-Gebiets. Bislang war er der Vizegouverneur des Gebiets Perm (Westural).

    Belych teilte mit, dass er die Absicht habe, schon am Dienstag einen Antrag über die Entlassung aus dem Amt des Vizegouverneurs einzureichen, um sich vollständig der politischen Karriere und Kontakten mit Regionen zu widmen. Auf der Pressekonferenz erschien er im Anzug ohne Krawatte und erläuterte, dass er einen freien Arbeitstag habe.

    Der neue SPS-Vorsitzende erklärte, dass er das Image der Partei, nicht aber sein eigenes ändern werde. „Die äußeren Änderungen wird es beim Image nicht geben. Ich mag Zigarren und werde sie rauchen. Ich trag gerne Jeans und werde sie tragen", sagte Belych.