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    Kinder aus Beslan besuchen Europarat

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    PARIS, 01. Juni (RIA Nowosti). Kinder aus der südrussischen Stadt Beslan (Nordkaukasus), wo bei einer Geiselnahme im September vergangenen Jahres 330 Personen, darunter 186 Kinder, ums Leben gekommen waren, besuchten am Dienstag das Straßburger Hauptquartier des Europarats.

    Wie RIA Nowosti aus dem Presseamt des Europarats erfuhr, wurden 40 Beslaner Kinder und Jugendliche von der Stellvertretenden Generalsekretärin Maud de Boer-Buquicchio empfangen.

    Die Kinder besichtigten den Europa-Palast und besuchten den Sitzungssaal genau in dem Augenblick, als dort der Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (KGRE) tagte. Der Tagungsvorsitzende machte eine kleine Pause, um die Kinder zu begrüßen und im Namen des Kongresses Solidarität mit den vom Geiseldrama betroffenen Familien auszudrücken.

    Kongresspräsident Giovanni di Stasi übergab der Kinderdelegation das Geld, das von Einwohnern der italienischen Stadt San Jiuliano di Puglia gesammelt worden war. Diese Stadt hatte selber eine Tragödie erlebt: Im Oktober 2002 kamen bei einem Erdbeben 27 Kinder ums Leben, die sich in diesem Augenblick in der örtlichen Schule befanden. Eine Delegation der Stadt war extra nach Straßburg gekommen, um die Spenden zu übergeben und über die Aufnahme einer Partnerschaft zwischen San Jiuliano di Puglia und Beslan zu verhandeln.

    Die russischen Kinder besuchten darüber hinaus den Sitz des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, wo sie vom russischen Richter Anatoli Kowler empfangen wurden.

    Die Reise kam auf Anregung Deutschlands zustande, das die Kinder aus Beslan zu einem Urlaub eingeladen und für sie in diesem Rahmen die Reise nach Straßburg organisiert hatte.

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