17:29 22 Oktober 2017
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    Justiz: Fail Satretdinow hat mit Mord am Forbes-Chefredakteur Klebnikov nichts zu tun

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    MOSKAU, 6. Juni (RIA Nowosti). Der vor zehn Tagen festgenommene Notar Fail Satretdinow hat mit dem Mord an dem Chefredakteur des russischsprachigen Forbes-Magazins Paul Klebnikov nichts zu tun. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Russlands am Montag in Moskau mit. Satretdinow sei im Zusammenhang mit einem anderen Fall festgenommen worden. Ihm werde zur Last gelegt, ein Attentat auf einen Unternehmer organisiert und in Auftrag gegeben zu haben, hieß es. Der Notar befinde sich gegenwärtig in Haft.

    Der Unternehmer wurde den Angaben zufolge im November 2003 ermordet. In diesen Fall seien auch Mussa Wachajew und Kasbek Dukusow verwickelt, die früher im Zusammenhang mit dem Anschlag auf Klebnikov festgenommen worden seien.

    Der US-Bürger Paul Klebnikov war am 9. Juli vergangenen Jahres in Moskau ermordet worden. Bei Forbes war er seit 1989 tätig.

    Nach Angaben der Untersuchung wurde Klebnikov von Wachajew und Dukusow vor seinem Büro aus einer Pistole erschossen. Augenzeugenberichten zufolge wurden nicht weniger als zehn Schüsse abgegeben.

    Die beiden Verdächtigen wurden am 17. November vergangenen Jahres in der weißrussischen Hauptstadt Minsk festgenommen und später von den Behörden Weißrusslands an Russland ausgeliefert.

    Am 4. Juni berichteten russische Medien unter Berufung auf „Quellen in den Rechtsschutzorganen von Moskau", dass ein Moskauer Notar im Zusammenhang mit dem Mordanschlag auf Klebnikov festgenommen wurde. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.

    Am Samstag hatte die Generalstaatsanwaltschaft Russlands die Informationen über einen neuen Verdächtigen im Fall Klebnikow weder dementiert noch bestätigt.

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