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    Russlands Einwohner schätzen Privateigentum

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    MOSKAU, 07. Juni /Olga Sobolewskaja, Kommentatorin der RIA Nowosti/. Entgegen der verbreiteten Meinung über die angeblich herablassende Einstellung der Bürger Russlands zum Privateigentum, schätzen sie es. Zu diesem Schluss sind die Wissenschaftler des Instituts für soziale Komplettstudien der Russischen Akademie der Wissenschaften gekommen, die ihren Bericht „Das Eigentum im Leben der Einwohner Russlands: Mutmaßungen und Realität" veröffentlicht haben.

    Wie die Experten betonten, verfügen die Einwohner Russlands im Allgemeinen über kein umfangreiches Eigentum, und ihre Erfahrungen bei dessen Nutzung sind recht unerheblich. Sie können zu fremdem Eigentum, aber nicht zum Eigentum im Allgemeinen, skeptisch stehen. „Das Privateigentum wird in Russland, unabhängig von den Ergebnissen seines Wirkens, bereits als Selbstwert aufgefasst", stellt Michail Gorschkow, Direktor des Instituts, fest. Negativ zum Privateigentum stehen nur 24 Prozent der Einwohner Russlands.

    Mehr noch, die Einwohner Russlands unterstützen, wie Michail Gorschkow erklärte, die Heiligkeit des Eigentums und das Recht, darüber absolut frei zu verfügen. Dabei steigt der Anteil der Menschen, die positiv nicht nur zum eigenen, sondern auch zu fremdem Eigentum stehen, in dem Maße an, wie sich der Wohlstand erhöht.

    Unter dem Privateigentum verstehen die Einwohner Russlands in ihrer Mehrheit - 73 Prozent - vor allem den Wohnraum, die Wohnungen. An der zweiten Stelle - 66 Prozent - stehen das Landhaus, die Villa, die Datsche, an der dritten - das Grundstück, das für den eigenen Bedarf genutzt wird /65 Prozent/. Ihnen folgt das Auto. Das Paradox besteht aber darin, dass nur 30 Prozent der Einwohner Russlands „das Gefühl eines Eigentümers" haben.

    Aus der Sicht der Experten des Instituts für soziale Komplettstudien der Russischen Akademie der Wissenschaften ist die Möglichkeit, die Früchte der Wirtschaftsreformen für die Vermehrung des persönlichen Eigentums, vor allem des üblichen Hausrats, zu benutzen, zum Hauptfaktor geworden, der die Einstellung der Einwohner Russlands zum Privateigentum merklich beeinflusst hat. Aktiv tritt bereits auch die Jugend für das Privateigentum ein. Die Einstellung zum Privateigentum hat sich in den am besten gebildeten Bevölkerungsgruppen verbessert.

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