Radio
    Panorama

    Russland ruft zum aktiveren Kampf gegen Antisemitismus auf

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 09. Juni (RIA Nowosti). Russland ruft die Weltgemeinschaft auf, sich aktiver dem Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit entgegenzustellen und jeden Versuch einer Verherrlichung der nazistischen Verbrechen zu unterbinden.

    Mit diesem Aufruf wandte sich der ständige Vertreter Russlands bei der OSZE, Aleksej Borodawkin, auf der Konferenz der Organisation zu Fragen des Antisemitismus und anderer Formen der Intoleranz, die gegenwärtig in Cordova tagt, an die Öffentlichkeit.

    „60 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges steht das Thema des Kampfes gegen Antisemitismus und andere Formen der Intoleranz in besonderer Schärfe", sagte der Diplomat.

    „Die heutige und die kommende Generation müssen sich mit aller Entschiedenheit gegen Antisemitismus, Intoleranz, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit in allen ihren Erscheinungsformen wenden. Versuche der Verherrlichung derer, die in die Verbrechen der Nazis verwickelt sind, sind unzulässig, in erster Linie bei SS-Leuten, den Ideologen und Vollstreckern des Holocaust", erklärte der Ständige Vertreter Russlands bei der OSZE.

    „Heute ist die Weltzivilisation mit einer neuen, furchtbaren Bedrohung konfrontiert: Internationale Terroristen haben von den SS-Peinigern den Staffelstab übernommen", führte Borodawkin aus. Er unterstrich, dass „die unmenschliche Ideologie des Terrorismus dem Nazismus verwandt ist. Mit diesem Übel des 21. Jahrhunderts kann man nur dann fertig werden, wenn die Weltgemeinschaft sich zusammentut".

    Folge von Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus sowie rassistischer und religiöser Intoleranz ist, so sagte der Vertreter Russlands, auch die Diskriminierung nationaler Minderheiten und die unzulässige Praxis einer willkürlichen Aberkennung der Staatsbürgerschaft.

    „Die Unterschätzung dieses Problems kann schwerwiegende Folgen für die europäische Sicherheit nach sich ziehen und Ursache von Konflikten werden", so der Diplomat, der die Aufmerksamkeit der anwesenden Konferenzteilnehmer auf die Bedeutung lenkte, die Russland der Gewährleistung der Rechte der russischsprachigen Bevölkerung, darunter auch der jüdischen, beimisst, die außerhalb seiner Landesgrenzen lebt.

    „Die OSZE kann zum Modell des Kampfes gegen alle Erscheinungen des Antisemitismus und anderer Formen der Intoleranz werden, ein Modell für den Dialog und die Zusammenarbeit", erklärte Borodawkin. Doch die OSZE selbst muss, so fügte er hinzu, ein Beispiel für Toleranz setzen.

    „Man sollte meinen, diese Aufgabe sollte eine der wichtigsten bei der Reform der OSZE sein", äußerte der russische Repräsentant.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren