07:43 24 Oktober 2017
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    Mehr als 2 Millionen Russen spenden jährlich Blut

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    MOSKAU, 10. Juni (RIA Nowosti). Jährlich spenden mehr 2 Millionen Russen im Durchschnitt zwei Mal Blut, berichtete der Direktor des Föderalen Staatsunternehmens „Blutzentrum", Jewgeni Schiburt, auf einer Pressekonferenz in Moskau aus Anlass des Weltspendertages, der erstmals begangen wird.

    Er sagte, dass 1 Prozent der Bevölkerung Russlands jährlich Komponenten von Spenderblut bekommt.

    Schiburt räumte aber auch ein, dass es „mit der Bluttransfusion aus materiellen Gründen, die alle kennen, gegenwärtig sehr schwierig ist".

    „Das Spenden von Blut ist eine soziale Verpflichtung, mit der wir uns faktisch selbst helfen. Doch sie wurde leider nicht zu Herzenssache der gesamten Gesellschaft, sondern bleibt eigentlich eine Angelegenheit, die nur die Ärzte und Kranken bewegt", unterstrich er.

    Er teilte mit, dass allein in Moskau täglich 500 - 1.500 Patienten Bluttransfusionen bekommen. „Im Alltagsleben, vor allem in den Großstädten, gibt es mit den Blutreserven Schwierigkeiten", sagte Schiburt. Er stellte aber auch fest, dass „die Zahl der freiwilligen Blutspender in Notstandssituationen um das Mehrfache anwächst".

    Das Gesundheitsministerium hat nach seinen Worten mehrfach Anlauf genommen, um ein föderales Zielprogramm für Blutspenden aufzulegen.

    „Leider wurden sie alle vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel blockiert", fügte er hinzu.

    „Die nationale Konzeption zur Förderung der Blutspenden sollte zumindest durch eine Regierungsverordnung in Kraft gesetzt werden", meint Schiburt. „Der Entwurf der Konzeption liegt vor, doch ist er leider noch immer nicht im Landesmaßstab bestätig worden", schloss er.

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