15:44 23 Januar 2017
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    Russland verliert jährlich bis zu 850 000 Bürger

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Nowosti). In Russland ist die demographische Reserve faktisch ausgeschöpft. Das stellte der stellvertretende Minister für Gesundheitswesen und Sozialentwicklung Russlands Wladimir Starodubow fest.

    Ihm zufolge ist „die demographische Reserve der Bevölkerung sehr gering".

    Laut Starodubow belaufen sich die Zahlen über die jährlichen Menschenverluste auf 600 000 bis 850 000.

    Wie der stellvertretende Minister weiter ausführte, ist die demographische Quelle zur Auffüllung der Bevölkerung durch Zugewanderte aus GUS-Ländern faktisch erschöpft.

    Als „Geißel Russlands" bezeichnete der Minister die hohe Sterbeziffer, insbesondere in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre.

    Unter den Ursachen stehen Herz- und Gefäßkrankheiten an erster Stelle, auf Platz zwei kommen Unfälle und Verletzungen.

    „Die Verluste sind unter der arbeitsfähigen Bevölkerung des Landes besonders groß", betonte Starodubow.

    Er bemerkte zugleich, dass der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen 13 Jahre beträgt.

    Der stellvertretende Minister informierte ferner, dass der Staat im vergangenen Jahr 480 Milliarden Rubel (ein US-Dollar entspricht 28,47 Rubel) für die medizinische Betreuung ausgegeben hat. Für einen Menschen werden jährlich 115 bis 120 US-Dollar an staatlichen Mitteln verausgabt.

    Laut Starodubow hat die Bevölkerung 2004 laut amtlichen Statistiken zusätzlich 82,5 Milliarden Rubel für die medizinische Betreuung und 62 Milliarden Rubel für Medikamente bezahlt.

    „Die staatlichen Ausgaben für die medizinische Betreuung liegen nach ihrem Wachstumstempo hinter dem der Ausgaben der Bevölkerung zurück", schlussfolgerte der Experte.

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