11:50 16 Januar 2017
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    Kommission aus Südkorea will Listen koreanischer Repatrianten präzisieren

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    JUSCHNO-SACHALINSK, 21. Juni (RIA Nowosti). Eine Regierungsdelegation der Republik Korea ist auf der Insel Sachalin eingetroffen, um Listen von Koreanern zu präzisieren, die während der Herrschaft Japans auf die Insel Sachalin gebracht worden waren und heute in die historische Heimat zurückkehren wollen. Das erfuhr RIA Nowosti am Dienstag in der Administration des Gebiets Sachalin.

    Die Delegation, in der 17 Experten verschiedene Ministerien und Ämter vertreten, wird vom Generalkonsul der Republik Korea in Wladiwostok, Chung Tae Wong, geleitet.

    "Die Delegation wird zwei Wochen lang auf der Insel Sachalin arbeiten", hieß es. "Dabei sollen nicht nur die Zahl der Personen, die repatriiert werden wollen, sondern auch die Listen derjenigen präzisiert werden, die bleiben und von Japan eine Entschädigung für die Zwangsverschleppung zur Sklavenarbeit im Süden der Insel bekommen möchten."

    Nach der Annexion Koreas durch Japan 1910 waren laut unterschiedlichen Schätzungen 30 000 bis 40 000 Koreaner auf die Insel Sachalin gebracht worden. Dort arbeiteten sie beim Eisenbahnbau, in Kohlengruben und beim Holzfällen. Nach der Rückgabe von Südsachalin an Sowjetrussland im August 1945 ließ Japan die koreanische Bevölkerung auf der Insel zurück.

    Erst Ende der 90-er Jahre begann die Repatriierung eines Teils der Koreaner der ersten Generation nach Südkorea. In den zurückliegenden Jahren kehrten rund 3000 Personen nach Korea zurück, während die Zahl derjenigen, die das noch wünschen, beträchtlich höher ist.

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