13:38 23 Januar 2017
Radio
    Panorama

    Mediziner: Geringe Kurzsichtigkeit wird in Zukunft zur Norm

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0
    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Es wird nicht ausgeschlossen, dass eine geringe Kurzsichtigkeit in Zukunft für die Menschen zur Norm wird. Diese Auffassung vertraten führende Ophthalmologen Russlands am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der RIA Nowosti.

    „Es besteht eine Theorie, der zufolge eine geringe Kurzsichtigkeit eine normale Reaktion des Körpers ist, die eine bequeme Arbeit in geringem Abstand sichern soll", sagte der Generaldirektor des Forschungsinstituts für Augenkrankheiten der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Sergej Awetissow.

    Nach Ansicht des Direktors des Komplexes „Augen-Mikrochirurgie", Christo Tachtschidi, ist es nicht ausgeschlossen, dass eine Myopie von minus 1 bis minus 1,5 Dioptrien in Zukunft zur Norm für die Menschen wird.

    „Wir haben uns heute auf kurze Abstände beschränkt. Wir schreiben, lesen und arbeiten vorm Computer, und wir haben unseren Lichttag verlängert. Die Belastung des Sehapparates hat sich somit unangemessen vergrößert, und jeder Defekt wird sofort spürbar", sagte der Mediziner.

    Laut der Chefophthalmologin des Büros für medizinisch-soziale Expertisen des Ministeriums für Gesundheitswesen und Sozialentwicklung, Jelena Libman, sind Sehströungen heute vor allem unter den Programmierern und Operatoren sowie unter Menschen, die mit toxischen Stoffen arbeiten müssen, besonders weit verbreitet.

    „Männer leiden häufiger an Blindheit und Sehschwäche, als Frauen", fügte die Expertin hinzu.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren