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    Generalstaatsanwaltschaft verweist auf Gesetzesübertretungen bei Adoptierung von Kindern in Russland

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Nowosti). Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands fordert, bei der Adoptierung russischer Kinder die Prioritäten der Bürger Russlands gegenüber den Ausländern zu wahren.

    Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Sergej Fridinski verlangte vom Minister für Bildungswesen und Forschung, Andrej Fursenko, Verstöße gegen die Gesetze über die Adoptierung von Kindern zu beseitigen. Das geht aus einer am Freitag auf der Internet-Seite der Generalstaatsanwaltschaft Russlands veröffentlichten Mitteilung des Informtions- und Public-Relations-Amtes hervor.

    Die diesbezügliche Forderung der Generalstaatsanwaltschaft an den Minister wurde im Ergebnis von Kontrollen in 45 Subjekten der Russischen Föderation erhoben. Die Kontrollen waren erfolgt, weil die Zahl der durch Ausländer adoptierten russischen Kinder in den zurückliegenden beiden Jahre die Zahl der Adoptierungen durch russische Bürger überstiegen hatte.

    „Die Staatsanwälte haben zahlreiche Gesetzesübertretungen bei der Tätigkeit verschiedener Organe festgestellt, die verpflichtet sind, die Priorität der Adoptierung von Kindern in Russland zu sichern, dies aber nicht tun", heißt es in der Mitteilung.

    So werden in Verletzung der Gesetze Informationen über Kinder, die ohne elterliche Fürsorge geblieben sind, den Vormundschafts- und Pflegschaftsorganen sowie der staatlichen Datenbank nicht rechtzeitig zugeleitet. In den Kinderfragebögen sind keine oder gefälschte Informationen über die Maßnahmen zur Eingliederung des betreffenden Kindes in eine russische Familie enthalten.

    Die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene Prüfung ergab ferner, dass die verhältnismäßig geringe Zahl der Adoptierungen durch russische Bürger neben offenkundigen Rechtsverletzungen auch auf eine Reihe sozialer Probleme zurückzuführen ist.

    „Dazu gehören das niedrige Einkommensniveau eines bedeutenden Teils der Bürger, die Kinder adoptieren möchten, das Fehlen staatlicher Unterstützung beim Adoptieren von Kindern in Russland, Wohnungsprobleme, Abweichungen beim Gesundheitszustand der Kinder, genetische Belastung und ein ständiger Aufenthalt von Kindern in einem asozialen Milieu", heißt es in dem Dokument.

    Laut der Pressemitteilung ist aus diesem Grund ein mehrfacher Überhang der Fälle der Vormundschaft gegenüber den Adoptierungen zu beobachten.

    „Im letzten Jahr haben russische Familien die Vormundschaft über 80 443 Kinder übernommen, dabei wurden nur etwas mehr als 7 000 Kinder adoptiert", heißt es.

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