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    "Komsomolskaja Prawda": Bekannter russischer Unternehmer kaufte Stalins Datscha in Abchasien

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Der Besitzer der größten Verwaltungsgesellschaft der privaten Investmentfonds, „Basowy Element", Oleg Deripaska, hat die Lieblingsdatscha des sowjetischen Diktators Jossif Stalin am Cholodnaja-Retschka-Fluss in Abchasien (nicht anerkannte Republik im Bestand Georgiens) für zehn Millionen Dollar gekauft, berichtet das Massenblatt „Komsomolskaja Prawda" am Montag unter Berufung auf die Administration des abchasischen Präsidenten.

    Das abchasische Parlament hatte das Schicksal der Stalin-Datscha ein ganzes Jahr lang behandelt. Im Ergebnis wurde beschlossen, das Angebot des „Basowy-Element"-Chefs anzunehmen. Es ist vorerst nicht bekannt, ob der russische Geschäftsmann die oben genannte Summe bereits überwiesen hat oder nicht. In seinem Unternehmen wollte niemand zu diesem Geschäft Stellung nehmen. Allerdings wurde es auch nicht dementiert.

    Die Datscha war in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts auf persönliche Anweisung Stalins gebaut worden. Sie ist von Fichten umgeben und ist vom Meer aus nicht zu sehen - der Staatsführer war um seine Sicherheit sehr besorgt. Er ging nicht einmal ins Meer baden, das Meereswasser wurde ihm über ein Spezialrohr direkt in die Badewanne gepumpt. Über zwei andere Rohre wurde die Datscha mit heißem und kaltem Süßwasser versorgt.

    Stalins Bett wurde gemäß seiner Körpergröße - 173 cm - angefertigt. Die Anforderungen an die Bedienung waren hart: Niemand durfte ins Blickfeld des Staatsführers fallen, nicht einmal die Leibwächter. Die Letzteren versteckten sich vor ihm hinter den alten Fichten. Einmal verliefen sich einige Buben aus der Ortschaft und gelangten zufällig auf Stalins Strand - die Eltern der Jungs erhielten dafür zehn Jahre Straflager.

    Stalins Datscha war stets ein populäres Reiseziel in Abchasien. Gäste, die Nervenkitzel suchten, durften in Stalins Bett übernachten - für 50 Dollar, was für diese Republik sehr viel Geld ist. In Stalins Räumen blieb alles wie zu seinen Lebzeiten.

    In den letzten Jahren wurde die Datscha auch als ein Empfangshaus des früheren abchasischen Präsidenten Wladislaw Ardsinba verwendet. Bei einem dieser Empfänge verursachte ein Zigarettenstummel einen Brand, der einen Teil des Hauses und etliche Fichten vernichtete.

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