01:01 23 Oktober 2017
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    Russisches Innenministerium über ethnischen Extremismus beunruhigt

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Im Innenministerium Russlands sei man über Fälle des ethnischen Extremismus in unserem Land beunruhigt, erklärte Nikolai Owtschinnikow, Leiter des Departements für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus des Ministeriums am Montag in einem internationalen wissenschaftlichen Seminar, das der Vorbeugung des Terrorismus gewidmet war.

    Owtschinnikow betonte, dass der wachsende Extremismus, insbesondere unter den Jugendlichen, eine ernsthafte Beunruhigung auslöse.

    „Recht oft wählen die Extremisten als Ziele ausländische Bürger mit klar ausgeprägten ethnischen Merkmalen aus. Und dies beunruhigt uns sehr", sagte er.

    Der Departementsleiter betonte, dass der Extremismus zu einer Ursache von Massenunruhen werden kann, und erinnerte an die Ereignisse im Juni 2003, als während des Fußballspiels zwischen den Nationalmannschaften Russlands und Japans im Zentrum der Hauptstadt Massenunruhen ausgebrochen waren, die zu ernsthaften Folgen geführt hatten.

    „Im Ganzen entspricht das Niveau der Bekämpfung des Extremismus noch nicht den gestellten Forderungen. Der Aufklärungsgrad bei den Verbrechen befindet sich in vieler Hinsicht deshalb auf einem niedrigen Niveau, weil die Organe des Innern auf bereits begangene Verbrechen reagieren. Aber es ist notwendig, ihnen vorzubeugen", sagte Owtschinnikow.

    An dem Seminar, das im Gesamtrussischen Forschungsinstitut des Innenministeriums stattfindet, nehmen Experten des überregionalen UNO-Forschungsinstituts für Probleme der Kriminalität und der Rechtssprechung, von Europol, Spezialisten des Innenministeriums Russlands, Spezialisten aus 15 Ländern Europas, Amerikas, Asiens und Afrikas sowie Vertreter wissenschaftlicher Kreise, von Polizeibehörden und Sicherheitsdiensten teil.