01:00 23 Oktober 2017
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    "Rossijskaja Gaseta": Russlands Jugendliche positiver als europäische Altersgenossen eingestellt

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    MOSKAU, 30. Juni (RIA Nowosti) Die Forschungsagentur BBDO Moscow hat die Ergebnisse einer Untersuchung von Stimmungen der Jugendlichen in Russland, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Italien und Schweden veröffentlicht. Wie die Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta" am Donnerstag berichtet, wirkt dabei das Bild Russlands dynamischer und positiver als in Europa insgesamt.

    Der Hauptschwerpunkt der Studie galt der Frage, was Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 31 Jahren vom Leben erwarten.

    79 Prozent der befragten russischen Jugendlichen sind der Ansicht, dass ihr Leben besser sein wird als das ihrer Eltern. Dies ist 33 Prozent mehr als in Europa (46 Prozent).

    93 Prozent der befragten Russen und Russinnen haben konkrete Lebensziele, was ein absoluter Rekord für Europa ist, wo die maximale Zahl bei 80 Prozent lag.

    82 Prozent der russischen Jugendlichen sind bereit, dafür zu kämpfen, woran sie glauben. In diesem Punkt liegen die Europäer nur um zwei Prozent zurück.

    45 Prozent der Europäer stimmten der Behauptung zu: „Ich möchte Geld verdienen und mich möglichst jung zur Ruhe setzen." In Russland sind nur 13 Prozent bereit, diese Position zu teilen. Einerseits bedeutet das, eine Workaholiker-Generation sei herangewachsen, andererseits dass sich der Markt von Waren und Dienstleistungen, die komfortable Arbeitsbedingungen gewährleisten, in Russland aktiv entwickelt.

    Ein interessanter Trend wird im Kapitel beschrieben, das den Titel „Im Dritten Weltkrieg werden die Russen siegen" trägt. 64 Prozent der jungen Russen wären bereit, für ihre Heimat mit Waffe in der Hand zu kämpfen. Diese Zahl ist nahezu zweimal höher als die der potentiellen Verteidiger Europas (34 Prozent). Theoretisch gesehen, hätte Russland nach Ansicht der Verfasser der Studie wesentlich mehr Siegeschancen im Falle von Kampfhandlungen als die Industrieländer Europas.

    Nur 22 Prozent der russischen Jugendlichen würden Russland in den nächsten zehn Jahren gerne verlasen. In Europa sind 34 Prozent mit ihrer Heimat unzufrieden. Diese Tendenz ließe sich nach Ansicht der Soziologen u. a. mit der Öffnung der Grenzen erklären, mit der auch die Idealisierung des Westens verschwand.