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    Weiterer Bevölkerungsrückgang in Russland

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    MOSKAU, 07. Juli (RIA Nowosti). Einen weiteren Bevölkerungsrückgang in Russland prognostiziert die Leiterin des staatlichen Statistikamtes Rosstat, Irina Sbarskaja.

    Wie sie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti erklärte, ist in Russland "eine schwerwiegende demografische Krise zu beobachten. Sofortmaßnahmen zu ihrer Überwindung gibt es nicht".

    "Tendenzen einer gewissen Zunahme der Geburtenrate liegen vor, doch das Land ist nach wie vor mit einer hohen Sterblichkeit konfrontiert", sagte die Statistikerin.

    Den Daten ihres Dienstes ist zu entnehmen, dass Russland unter den entwickelten Ländern bei der Sterblichkeit den ersten Platz einnimmt. Überdies entfallen 80 Prozent der Todesfälle auf Männer im arbeitsfähigen Alter. Eines unnatürlichen Todes sterben jährlich 200 000 Männer.

    Diese Fakten führen zu Disproportionen auf dem Arbeitsmarkt und einer zunehmenden Anzahl unvollständiger Familien, stellte Sbarskaja fest.

    Zuvor schon hatte der stellvertretende Minister für Gesundheitswesen und Sozialentwicklung, Wladimir Starodubow, erklärt, dass das Land Jahr für Jahr 600 000 - 850 000 Menschen verliert. Er stellte unter diesem Aspekt fest, dass die Lebenserwartung von Männern 13 Jahre weniger als bei Frauen beträgt.

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