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    "Iswestija": Russische Soziologen untersuchen Rauschgiftproblem in Russland

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Rauschgiftsucht und Rauschgiftsüchtige sind bereits seit langem ein großes soziales Problem in Russland. Unterschiedlich sind aber die Schätzungen, wie viele Russen und Russinnen drogenabhängig sind, stellt die „Iswestija" am Freitag fest. Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum unternahm einen Versuch, diese Frage zu beantworten.

    95 Prozent der insgesamt 1600 Befragten gaben an, sie hätten selbst niemals Rauschgift probiert. 80 Prozent von ihnen haben auch keine Verwandten bzw. Bekannten, die Rauschgift ohne medizinische Indikationen genommen haben bzw. nehmen. 19 Prozent gaben allerdings an, sie hätten diese Art von Verwandten und Bekannten.

    Vor allem bei Studenten und Lehrlingen, Arbeitslosen, Hausfrauen und insgesamt bei Männern unter 25 Jahren sind solche Verwandtschaften bzw. Bekanntschaften besonders verbreitet.

    Siebenmal mehr Männer als Frauen gaben zu, zumindest einmal Rauschgift probiert zu haben. Außerdem gehören Arbeitslose wie auch Personen unter 40 Jahren mit relativ hohen Einkommen zu dieser Gruppe.

    Danach gefragt, ob ein einmaliger Rauschgiftkonsum drogenabhängig machen kann, gaben 61 Prozent der Befragten, die Drogen nie probiert haben, die Antwort, dies sei „durchaus wahrscheinlich". Von denen, die Rauschgift probiert haben, vertreten 47 Prozent diese Meinung. 27 Prozent sind zugleich der Auffassung, dass dies „praktisch ausgeschlossen" sei. Bei denen, die Drogen genommen haben, meinten 53 Prozent, dass dies nicht möglich sei.

    17 Prozent der Drogenabstinenzler sind der Meinung, es sei ohne Weiteres möglich, sich ohne fremde Hilfe von dieser Abhängigkeit zu befreien. Diese Meinung teilen 35 Prozent der Personen, die Erfahrungen mit Rauschgift haben. 75 Prozent der Befragten sind allerdings der Überzeugung, dass dies „praktisch ausgeschlossen" ist. Unter den Personen, die Drogen genommen haben, beläuft sich dieser Anteil auf 63 Prozent.

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