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    Die Hälfte der russischen Bürger findet den Zustand der russischen Wirtschaft schlecht

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Der allgemeine Zustand der russischen Wirtschaft wird von den russischen Bürgern recht pessimistisch bewertet: 47 Prozent erachten ihn als schlecht, weitere 36 Prozent als befriedigend und nur vier Prozent als gut. Das sind Ergebnisse einer landesweiten Umfrage, die vom Fonds "Öffentliche Meinung" verbreitet wurden.

    Im Herbst 2002, als die gleiche Frage gestellt wurde, sah das Bild etwas schlechter aus: entsprechend 53, 36 und drei Prozent.

    Eine Verbesserung der materiellen Lage ihrer Familie im zurückliegenden Jahr stellen 17 Prozent der Befragten fest. Laut weiteren 27 Prozent ist ihr Familieneinkommen im selben Zeitraum gesunken. Die Mehrheit der Forschungsteilnehmer - 53 Prozent - sieht keine Veränderungen in ihrer materiellen Lage.

    Vor mehr als zwei Jahren wurde die Verdoppelung des Bruttoinlandsproduktes bis zum Jahr 2010 als eines der Ziele der Wirtschaftspolitik der Regierung verkündet. Schon damals neigten die russischen Bürger dazu, an der Realisierbarkeit dieser Aufgabe zu zweifeln: 31 Prozent hielten die Verdoppelung des BIP für möglich und 43 Prozent für unmöglich. In den zurückliegenden zwei Jahren hat die Skepsis zugenommen: nur jeder vierte Befragte (25 Prozent) glaubt heute, dass Russland das BIP bis zum Jahr 2010 vergrößern kann. 40 Prozent der Teilnehmer der Umfrage sind der entgegensetzten Meinung.

    Auch die Aufgabe selbst verliert in den Augen der einfachen Bürger an Attraktivität: Glaubten 2003 insgesamt 19 Prozent der Befragten, dass die BIP-Verdoppelung zu keiner Erhöhung des Wohlstandes ihrer Familie führen werde, sind es heute schon 26 Prozent. Dementsprechend ging die Zahl derjenigen, die bei einer Verdoppelung des BIP auf positive Veränderungen in der Lage ihrer Familie hoffen, von 57 auf 48 Prozent zurück.

    Die Umfrage wurde am 2. und 3. Juli 2005 in 100 Ortschaften aus 44 Gebieten, Regionen und Republiken Russlands in Form von Interviews am Wohnort der Respondenten durchgeführt. Daran waren 1 500 Personen beteiligt. Zusätzlich wurden 600 Einwohner Moskaus befragt. Der statistische Fehler liegt nicht über 3,6 Prozent.

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