16:41 18 Oktober 2017
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    Gazeta.ru: Russlands Bevölkerung hortet Ersparnisse vorwiegend in Devisen

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    MOSKAU, 11. Juli (RIA Nowosti). Die meisten Bürger Russland horten ihre Ersparnisse in Devisen. Was mit dem US-Dollar auch immer passieren mag, wird er von ihnen dennoch als das zuverlässigste Sparinstrument angesehen, berichtet die Internetzeitung Gazeta.ru.

    Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts ROMIR Monitoring gaben 59 Prozent der Befragten an, sie bewahren ihre Ersparnisse in der amerikanischen Währung auf. Nur 19 Prozent zogen den Rubel für diese Zwecke vor. Rund 20 Prozent betrachten den Euro als das am besten geeignete Finanzinstrument.

    "Des Menschen Psychologie ist träge", meinte Diana Polunkowa, Expertin des Informationsportals Banki.Ru. "Seit mehr als zehn Jahren haben die Menschen in unserem Land ihre Ersparnisse in Dollar aufbewahrt, während der Dollar immer teurer wurde. Erst in den letzten zwei Jahren verdrängt der Euro den Dollar schrittweise aus den Ersparnissen der Russen. Die Konservativsten haben sich vom Dollar noch nicht enttäuschen lassen, während die Risikofreudigsten bereits an den Euro glauben. Daraus resultiert der große Anteil dieser Währungen an den Ersparnissen der Russen und Russinnen."

    "Dem Rubel mangelt es an Vertrauen seitens der Bevölkerung", so Iwan Manajenko, Analytiker der Investmentgesellschaft Weles-Kapital. "Die Meisten erinnern sich an die Krise 1998, als der Kurs der Nationalwährung innerhalb von einigen Tagen von 6,5 auf 25 Rubel für einen US-Dollar abgestürzt ist. Trotz aller Erschütterungen haben die amerikanische und die europäische Währung die Bürger Russlands - wie auch die Bürger eines jeden Landes - kein einziges Mal betrogen."

    25 Prozent der russischen Bürger vertrauen ihre Ersparnisse einheimischen Banken an, sieben Prozent der Befragten ziehen ausländische Banken vor. Rund sieben Prozent der von ROMIR Monitoring Befragten gaben an, sie glauben an die Sparkraft von Edelmetallen und Edelschmuck. Weitere drei Prozent sagten, sie wären bereit, in Kunstgegenstände und Antiquariat zu investieren. 29 Prozent würden ihre freien Mittel in nichts investieren, hieß es.

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